Auch die umstrittene Abfindung für den früheren Finanzvorstand Lutz Meschke wird auf der Hauptversammlung thematisiert. Hendrik Schmidt verweist auf den Corporate-Governance-Kodex, der bei vorzeitigen Vertragsauflösungen eine klare Grenze setzt – und fragt, warum Porsche diese im Fall Meschke überschritten hat.
Hintergrund: Meschke war im Februar 2025 überraschend vorzeitig aus dem Vorstand ausgeschieden. Damals musste er den Sportwagenhersteller verlassen und hat dafür eine Abfindung in Höhe von 11,6 Millionen Euro erhalten. Aktionärsvertreter kritisieren, dass diese Summe deutlich über der Empfehlung des Corporate-Governance-Kodex liegt, der maximal zwei Jahresvergütungen vorsieht.
Meschke verdiente im Jahr 2024 bei der Porsche AG 3,3 Millionen Euro, die sich etwa zur Hälfte aus festen und variablen Gehaltsbestandteilen zusammensetzten. Die Höhe der Abfindung von 11,6 Millionen Euro liegt somit weit oberhalb dieses Rahmens.
Vor diesem Hintergrund zielt die Frage nun direkt auf den Aufsichtsrat: Warum lag es im Interesse des Unternehmens, eine Abfindung zu gewähren, die über die anerkannten Standards guter Unternehmensführung hinausgeht?
Veronika Kanzler