Letztes Update:
20260623132609
Für viele Beobachter war früh erkennbar, dass zentrale Managementpositionen nicht adäquat genug besetzt waren, um Porsche durch eine zunehmend komplexe Transformations- und Nachfragesituation zu steuern. Dennoch hat der Aufsichtsrat über einen langen Zeitraum an Managern wie Lutz Meschke und Detlev von Platen festgehalten. Gleichzeitig wurde CEO Dr. Oliver Blume in einer Doppelrolle überlastet – mit vorhersehbaren Folgen für Fokus, Geschwindigkeit und Entscheidungsqualität. Ingo Speich, Deka Investment 10:04
23.06.2026

09:56
23.06.2026
Kienle moniert auch, dass Wolfgang Porsche aus seiner Sicht seinem Job als Vorsitzender des Kontrollgremiums nicht genügend nachkomme. "Wenn Sie Kontrolle nicht können oder wollen, dann machen Sie den Platz frei." 

Veronika Kanzler

09:52
23.06.2026
Markus Kienle von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) ist auf Hochtouren und greift in seiner Rede direkt den Aufsichtsratsvorsitzenden Porsche an. Er zeige, wie man einen Job nicht mache. Weil? Wolfgang Porsche habe zu Beginn keine Redezeitbegrenzung gegeben und würde nun monieren, dass sein Vorredner Hendrik Schmidt zu lange gesprochen hätte. 

Veronika Kanzler

09:45
23.06.2026
Wolfgang Porsche unterbricht den Aktionärsvertreter Hendrik Schmidt, der bereits seit 16 Minuten spricht, er solle bitte zum Schluss kommen. Schmidt entgegnet, dass es eben viel zu sagen gebe - und fährt mit seiner Rede noch etwa sechs Minuten lang fort. 

Veronika Kanzler

Wieso hat Lutz Meschke eine so hohe Abfindung erhalten?

09:38
23.06.2026
Auch die umstrittene Abfindung für den früheren Finanzvorstand Lutz Meschke wird auf der Hauptversammlung thematisiert. Hendrik Schmidt verweist auf den Corporate-Governance-Kodex, der bei vorzeitigen Vertragsauflösungen eine klare Grenze setzt – und fragt, warum Porsche diese im Fall Meschke überschritten hat.

Hintergrund: Meschke war im Februar 2025 überraschend vorzeitig aus dem Vorstand ausgeschieden.  Damals musste er den Sportwagenhersteller verlassen und hat dafür eine Abfindung in Höhe von 11,6 Millionen Euro erhalten. Aktionärsvertreter kritisieren, dass diese Summe deutlich über der Empfehlung des Corporate-Governance-Kodex liegt, der maximal zwei Jahresvergütungen vorsieht. 

Meschke verdiente im Jahr 2024 bei der Porsche AG 3,3 Millionen Euro, die sich etwa zur Hälfte aus festen und variablen Gehaltsbestandteilen zusammensetzten. Die Höhe der Abfindung von 11,6 Millionen Euro liegt somit weit oberhalb dieses Rahmens. 

Vor diesem Hintergrund zielt die Frage nun direkt auf den Aufsichtsrat: Warum lag es im Interesse des Unternehmens, eine Abfindung zu gewähren, die über die anerkannten Standards guter Unternehmensführung hinausgeht?

Veronika Kanzler

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