Hendrik Schmidt vom Vermögensverwalter DWS äußert deutliche Zweifel an der Unabhängigkeit des Aufsichtsratskandidaten Holger Peters. Schon heute würden von den zehn Aktionärsvertretern „mindestens acht“ nicht als unabhängig gelten. Der Vorschlag, Peters in das Gremium zu wählen, illustriere dieses Problem aus seiner Sicht zusätzlich.
Peters habe in seiner bisherigen Laufbahn enge Verbindungen zum Volkswagen-Konzern und zu Porsche gezeigt - ein Signal für mehr Unabhängigkeit sei das nicht. Schmidt spricht von einer „unrühmlichen Tradition“, die trotz bekannter Governance-Defizite fortgeführt werde.
Mit Blick auf den Kapitalmarkt warnt er vor möglichen Konsequenzen: So sei etwa Rational aus dem MDax ausgeschlossen worden, weil der Prüfungsausschuss nicht ausreichend unabhängig gewesen sei. Ein ähnliches Szenario für Porsche wäre „verheerend“.
Seine Frage an den Aufsichtsrat: Wo genau liege der Gewinn an Kontrolle und Prüfungsqualität durch die Nominierung von Peters?