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Wie Medienschaffende mental stark bleiben

09:38
25.06.2026
Resilienz im Newsroom? „Wer von euch hat heute Morgen schon Nachrichten und Mails gecheckt?“, fragt Mareike Makosch zum Einstieg in ihre Masterclass bei den #LMT26. Im Raum gehen ausnahmslos alle Hände in die Luft. Das Dilemma der Branche: Journalist:innen wissen meist alles über Weltkrisen, vernachlässigen aber oft die eigene Psyche. Durch ständige Veränderungen, KI-Druck und eine tief sitzende „Hustle Culture“ verharren viele Medienschaffende in einer gefährlichen, chronischen Grundanspannung. Als Psychologin und Journalistin zeigt Makosch, wie man mental stabil bleibt. Denn Stress entsteht primär durch die eigene Bewertung im Kopf.
Praktische Lösungsansätze aus der Masterclass:
  • Strukturelle Rituale: Bewusste Feierabend-Routinen wie eine Runde um den Block oder das konsequente Abschalten von Dienstgeräten helfen, die räumliche Trennung zwischen Job und Freizeit wiederherzustellen und das strapazierte Nervensystem herunterzufahren.
  • Das Sorgenfenster: Gegen das permanente Gedankenkarussell hilft gezielte Selbstregulierung. Belastende Gedanken werden tagsüber nur kurz notiert, aber erst in einem festen, dafür reservierten Zeitfenster bewusst durchdacht. Das nimmt den Sorgen die akute Macht.
  • Fokus verschieben: Ein handschriftliches Dankbarkeitstagebuch durchbricht den biologischen Negativity Bias des Gehirns. Wer täglich Erfolge und Kleinigkeiten festhält, lenkt den Blick aktiv weg von den Defiziten hin zur eigenen Selbstwirksamkeit.
Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte: Am 15. September bietet die BLM dazu einen Vertiefungsworkshop an.

Giulia Neumeyer

 Die besten Tage sind nicht die Tage, an denen wir nach Hause kommen und nichts passiert ist. Es sind die Tage, an denen wir auf etwas stolz sind, an etwas gewachsen sind. So sind wir als Menschen. Mareike Makosch 09:48
25.06.2026
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