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TV Hude steigt aus der Tischtennis-Oberliga ab

14:07
20.04.2026
Mit zwei Niederlagen endet die Saison des TV Hude in der Tischtennis-Oberliga: Beim TuS Celle II gab es ein 2:8, gegen den TSV Schöppenstedt ein 1:9. Platz neun stand schon vor den beiden Partien fest, mehr Einfluss auf Klassenerhalt oder Abstieg hatte das Geschehen in der Regionalliga. "Nach dem Ergebnis zwischen Arminia Hannover und Bargteheide gehe ich davon aus, dass wir in der kommenden Saison in der Verbandsliga spielen", erklärte Hudes Joshua Martin.

Platz neun und zehn in der Regionalliga belegen zwei Berliner Teams, die in die Oberliga Nord-Ost gehen. Auch der TSV Bargteheide wäre im Falle einer verlorenen Relegation dorthin abgestiegen. Bei einem Relegationssieg des TSV Algesdorf, des Zweiten der Oberliga West, hätte so hier vielleicht noch ein Platz frei sein, Hude auf einen Nachrückerplatz hoffen können. Daraus wird nun aber nichts mehr, da Arminia Hannover nach der Niederlage gegen Bargteheide in die Relegation muss. Nun wird also entweder Hannover absteigen oder Algesdorf in der Liga bleiben.

Chancenlos gegen starke Gegner

Am Wochenende hatten die Huder es noch mal mit hochkarätigen Gegnern zu tun. Celle II stand zwar als Achter nur einen Platz vor dem TVH, bot aber im Kampf um den Klassenerhalt zum zweiten Mal in dieser Saison den rumänischen Spitzenspieler Mihai Rosca auf. Mit dem gehört Celle eher zu den stärkeren Teams der Liga, da die Gastgeber nach unten rücken konnten und so die bisherige Schwäche an Position vier nicht zum Tragen kam.

Mit einem Sieg gegen Rosca sorgte Joshua Martin für ein Ausrufezeichen, zusammen mit Bruder Jacob schlug er den Rumänen und Lukas Brinkop auch im Doppel. Mehr war aber nicht drin für Hude.

Auch am nächsten Tag gegen Meister Schöppenstedt war klar, dass nichts zu holen sein würde. Die finanzstarken, international besetzten Gastgeber haben kein Oberliga-Spiel knapper als 8:2 gewonnen und geben im Durchschnitt weniger als einen Gegenpunkt ab. "Wie zu erwarten, waren wir gerade oben chancenlos, nur unten war es überhaupt möglich, gegen die Nummer vier zu punkten", erklärte Joshua Martin.

Tatsächlich gewann Jacob Martin in drei knappen Sätzen gegen Diego Alejandro Jassan Jara, und auch Noah Krüger, der für den verhinderten Moritz Marks einsprang, führte gegen den Kolumbianer mit 2:0. In seinem dritten Spiel am dritten Tag konnte er aber die Partie doch nicht nach Hause bringen.

Gegen die unter Profibedingungen trainierenden Polen Tomasz Kotowski sowie die beiden Engländer Larry Trumpauskas und Nahom Goitom Asgedom war aber nichts zu holen. "Schwere Saison, wie erwartet. Rückblickend wäre mit einer besseren Hinrunde vielleicht in Richtung Relegationsplatz mehr drin gewesen", bilanzierte Joshua Martin. "Aber erfreulich war, dass wir uns alle in der Rückrunde gesteigert haben."

Das sah Trainer Tom Stakemeier ähnlich: "Mit den Leistungen der Rückrunde hätten wir in der ersten Hälfte mindestens drei Punkte mehr holen können. Damit wäre man vielleicht noch im Bereich des Klassenerhalts gewesen." Das ambitionierte Training habe aber erst mit Verzögerung zu Leistungssteigerungen der jungen Huder geführt, außerdem hätten die Doppel erst in der zweiten Saisonhälfte funktioniert, erklärte der Coach.

Wie das Team in der kommenden Saison aussehen wird, steht laut Martin noch nicht fest. "Da sind wir noch in Diskussionen und Gesprächen", erklärte er. Auf jeden Fall wird sich das Gesicht der Mannschaft verändern – schon alleine, weil in der Verbandsliga noch ein Jahr mit Sechser- statt Vierer-Mannschaften gespielt wird.

Andreas Lehmkuhl