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Richard Schmid

TV Hude II steigt aus der Tischtennis-Verbandsliga ab

14:32
20.04.2026
Nun ist es amtlich: Nicht nur die dritte Mannschaft des TV Hude steigt aus der Tischtennis-Verbandsliga ab, auch die zweite muss nach einem 1:9 in Friedeburg und einem 5:9 in Lüneburg den Gang in die Landesliga antreten. Rechnerisch wäre der Klassenerhalt mit zwei Siegen noch möglich gewesen, praktisch hatten sich die Huder aber schon mit dem Abstieg abgefunden, wäre doch ein Erfolg beim Klassenprimus Friedeburg am Freitagabend einem Tischtennis-Wunder gleichgekommen.

Die Friesländer standen schon lange als Meister fest. "Für den Abend hatten sie auch eine Meisterfeier eingeplant. Es war also klar, dass die dann auch mit einer starken Aufstellung antreten werden", erklärte Felix Lingenau. Für Hude ging es so letztlich um nichts mehr. "Den Klassenerhalt haben wir vorher verpasst, weil die personelle Situation zu oft suboptimal war. Wir sind ein gewisses Risiko eingegangen. Es war klar, dass einige Spieler nicht immer dabei sein konnten. Aber am Ende war auch die Planung nicht ideal, zu oft war es dann auch schwierig, Ersatz zu finden", fügte das Huder Urgestein hinzu.

Das zeigte sich auch in Friedeburg wieder. Pierre Barghorn fehlte, auch Jacob Martin, der in der Rückrunde häufiger auch für Hude II gespielt hatte, stand nicht zur Verfügung. Lingenau kam so zum vierten Mal in dieser Saison zum Einsatz, außerdem musste sogar Tom Stakemeier mehr als 13 Jahre nach seinem letzten Ligaspiel reaktiviert werden. Der Coach der ersten Mannschaft trainiert nur ganz sporadisch und wurde noch am Tag des Spiels in die fünfte Mannschaft nachgemeldet, um Ersatz spielen zu dürfen.

"Trotz der eindeutigen Vorzeichen und des klaren Ergebnisses hat es aber Spaß gemacht. Wir haben uns nicht hängen lassen. Gerade oben haben Uwe Schmitt und Oscar Schoppe teilweise fantastische Ballwechsel gespielt", meinte Lingenau. Trotzdem dauerte es bis zum letzten Einzel der ersten Runde, bis der Ehrenpunkt durch Matteo Krüger gelang. Der Huder siegte gegen Friedeburgs Nummer sechs, Frank Lewandowski.

Knapp wurde es ansonsten nur noch bei Lingenau gegen Faustyna Stefanska. Der Huder spielte dieses Mal wieder defensiv mit einer Noppe auf der Rückhand und führte 2:0 nach Sätzen und 7:3 im dritten Durchgang. Doch die ehemalige Drittliga-Spielerin und aktuelle Mädchen 19-Landesmeisterin stellte sich nach einer Auszeit darauf immer besser ein und gewann 3:2. Mit der Niederlage stand nun auch praktisch der Abstieg fest.

Am nächsten Tag in Lüneburg war die Personalsituation noch schwieriger, auch Julian Meißner fiel nun aus. Neben Lingenau kamen Noah Krüger und Angelo Fraccica zum Einsatz. "So waren wir dann eher Außenseiter, wobei trotzdem sogar etwas drin war", sagte Lingenau. Für Lüneburg ging es noch um Punkte im Kampf um direkten Klassenerhalt oder Relegation. Mit 3:0 gingen die Gastgeber in den Doppeln in Führung, aber Hude konterte, vor allem durch starke Leistungen von Schmitt, Schoppe, des sehr überzeugenden Matteo und seines Bruders Noah Krüger. "Matteo hat mir gezeigt, wie man gegen Achim Storck spielen muss, sehr stark", lobte Felix Lingenau.

Der hatte anders als am Vortag dieses Mal voll auf Angriff gesetzt. Doch sowohl gegen den Block-Spezialisten Storck als auch gegen den gegen Abwehr eher unsicheren Nicolai Weitkämper war das die falsche Entscheidung. So hielt Hude zwar gut mit, musste sich am Ende aber doch 5:9 geschlagen geben, letztlich für den TVH ohne größere Bedeutung. "Der Abstieg der ersten und dritten Mannschaft war eingeplant, der der zweiten ist schon eine Enttäuschung, aus der wir für die kommende Saison aber unsere Lehren ziehen werden", meinte Felix Lingenau, der aber auch Positives sah: "Wir haben in diesen letzten beiden Spielen trotzdem gekämpft, alles gegeben und Spaß gehabt. Die Mannschaft ist nicht auseinandergefallen".

Andreas Lehmkuhl