Würden im Handball Fehlwürfe anstatt der erzielten Tore zählen, dann hätten die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg gegen den MTV Eyendorf ihren zweiten Saisonsieg eingefahren. Doch nach Treffern, und das ist nun einmal das Entscheidende, stand es 20:25 (8:13). „Wir haben super, super viel Pech gehabt. Wir produzierten mehr als 30 Fehlwürfe, wenn ich denn alle erfasst habe. Angesichts so einer Fehlwurfquote kannst du kein Spiel gewinnen", sagte HSG-Trainerin Anne Schmidt-Menkens.
Der zweite Saisonsieg wäre für den bereits abgestiegenen Tabellenletzten möglich gewesen, denn Eyendorf präsentierte sich nicht gerade als Übermannschaft. Es gab nur einen Unterschid: Das Team aus dem Landkreis Harburg produzierte minimal weniger Fehlwürfe und technische Fehler als die Gastgeberinnen.
Bezeichnend für das gesamte Spiel: Von der 18. Minute bis zur Halbzeitpause gelang Hude lediglich ein Treffer, während die Gäste viermal trafen. Von dem daraus resultierenden Vorsprung von fünf Treffern (13:8) zur Pause zehrte Eyendorf bis zum Ende. Immerhin fingen sich die Gastgeberinnen kurz vor der Halbzeitpause nach zwei kurz aufeinanderfolgenden Zwei-Minuten Strafen keine weiteren Gegentreffer, was vor allem an Torfrau Cara Rabenberg lag, die mehrere hochkarätige Chancen des Gegners zunichtemachte. „Cara hat spitzenmäßig gehalten. Sie war ein starker Rückhalt im Tor“, betonte Schmidt-Menkens.
In der zweiten Hälfte setzte sich das Fehlwurffestival fort. Zwar kämpfte das Team um die wiederum überragende Malin Blankemeyer, die mit zehn Treffern erfolgreichste Torwerferin der Gastgeberinnen war, bis in die Schlussminuten, doch die Niederlage konnte es nicht mehr abwenden. „Es war unterirdisch, was wir an Fehlern gemacht haben. Wir spielten uns zahlreiche schöne Chancen heraus und belohnten uns nicht“, meinte Schmidt-Menkens. Oftmals scheiterten die Huderinnen auch an der starken Torfrau Solveig Dmoch.
Somit stand letztlich eine Heimniederlage mit fünf Toren Unterschied zu Buche. Zwei Partien stehen für Hude/Falkenburg nun noch auf dem Programm, ehe das Team die Oberliga verlassen muss. Am kommenden Sonnabend geht es zum Tabellenzweiten HV Lüneburg (17 Uhr). Im Hinspiel Mitte Dezember setzte es zu Hause eine 29:41-Klatsche.
HSG Hude/Falkenburg – MTV Eyendorf 20:25 (8:13)
Hude: Rabenberg, Winter – G. Harloff, L. Harloff, Blankemeyer (10), Skroric (1), Gröning, Wessels (1), Hannig (1), Seidel (1), Debbeler (1), Bredehorst (5)
Siebenmeter: HSG 2/0, MTV 3/2
Zeitstrafen: HSG 4, MTV 0