Die Deutsche Umwelthilfe sieht gute Chancen, die umstrittene Erdgasförderung in der Nordsee vor der Insel Borkum vor Gericht zu stoppen, sollte diese von den niedersächsischen Behörden genehmigt werden. "Ich glaube, nach der Klimaschutzentscheidung des Bundesverfassungsgerichtes von vor zwei Jahren haben wir auch eine andere Rechtslage. Klimaschutz wird höher gewichtet, und wir hoffen schon, dass dieses Argument zieht", sagte Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner bei einem Protest von Umweltschutzverbänden auf Borkum. "Ich sehe da sehr gute Chancen."
Ein Konsortium um das niederländische Unternehmen One-Dyas plant, von Ende 2024 an Erdgas aus einem Feld vor den Inseln Schiermonnikoog und Borkum zu fördern. Das Gebiet liegt nahe dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.