Letztes Update:
20230121020016

14:39
20.01.2023
Die Deutsche Umwelthilfe sieht gute Chancen, die umstrittene Erdgasförderung in der Nordsee vor der Insel Borkum vor Gericht zu stoppen, sollte diese von den niedersächsischen Behörden genehmigt werden. "Ich glaube, nach der Klimaschutzentscheidung des Bundesverfassungsgerichtes von vor zwei Jahren haben wir auch eine andere Rechtslage. Klimaschutz wird höher gewichtet, und wir hoffen schon, dass dieses Argument zieht", sagte Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner bei einem Protest von Umweltschutzverbänden auf Borkum. "Ich sehe da sehr gute Chancen."
Ein Konsortium um das niederländische Unternehmen One-Dyas plant, von Ende 2024 an Erdgas aus einem Feld vor den Inseln Schiermonnikoog und Borkum zu fördern. Das Gebiet liegt nahe dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Foto: Sina Schuldt/dpa

13:38
20.01.2023
Nach den schwimmenden LNG-Terminals im niedersächsischen Wilhelmshaven, in Lubmin in Vorpommern und in Brunsbüttel in Schleswig-Holstein wird an der Unterelbe in Stade ein weiterer Anleger für Flüssiggas entstehen. Die Terminals würden gebraucht, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies beim offiziellen Baustart.

In Betrieb genommen werden soll das 300 Millionen Euro teure Terminal in Stade im kommenden Winter. Jährlich sollen dort fünf Milliarden Kubikmeter Erdgas umgeschlagen werden. Das entspreche sechs Prozent des deutschen Gasverbrauchs, teilte die niedersächsische Hafengesellschaft mit. Die schwimmende Anlage soll so lange genutzt werden, bis die stationäre mit einer höheren Kapazität drei Jahre später ihre Arbeit aufnimmt