Die Pläne der Bundesregierung für schnellere Gerichtsverfahren bei Streitigkeiten um wichtige Infrastrukturvorhaben finden im Bundestag ein verhaltenes Echo. Zwar gibt es bei der ersten Debatte zum Thema in Berlin viel Zuspruch für das Ziel der Reform, aber auch einiges an Kritik im Detail. So befürchtet der CSU-Abgeordnete Stephan Mayer eine "Verschlimmbesserung" wegen schwammiger Formulierungen im Gesetzentwurf.
Justizminister Marco Buschmann (FDP) wirbt für den Reformvorschlag als notwendig für die Energiewende: Es brauche neue Stromtrassen, bessere Netze, Pipelines für Wasserstoff und Ammoniak, aber auch eine Modernisierung von maroden Straßen, Brücken und Schienenwegen. Bisher dauerten Verfahren zu lange.