Letztes Update:
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Bundeskanzler Scholz und Iraks Ministerpräsident Al-Sudani. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

15:56
13.01.2023
Blick in die Presse: Die Neue Zürcher Zeitung kommentiert die Entwicklung der Gasversorgung Europas:

Auch wenn der Erdgaspreis stark gefallen ist, so muss derzeit durchschnittlich immer noch mehr als dreimal so viel für Erdgas bezahlt werden wie in den Jahren vor dem Ausbruch der Pandemie. Am Terminmarkt werden auch die Gaspreise für den nächsten Winter abgebildet: Diese liegen höher als die gegenwärtigen. (…)Die europäischen Gasspeicher konnten sich 2022 auch dermaßen beeindruckend füllen, weil Russland die Lieferungen erst in der zweiten Jahreshälfte massiv drosselte. Diese Volumen müssen in diesem Jahr nun vornehmlich mit LNG ersetzt werden. Weltweit wird sich das Angebot an Flüssigerdgas aber erst 2025 deutlich erhöhen.Die gute Botschaft lautet: Europa ist dem russischen Bully nicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Mit Hilfe einer Kraftanstrengung von Regierungen, Unternehmen und Haushalten, angetrieben von Preissignalen, konnte das Schreckgespenst einer Energiemangellage vorläufig abgewendet werden. Es heißt jedoch, weiterhin auf der Hut zu sein. 15:56
13.01.2023

15:32
13.01.2023
Der Linken-Politiker Klaus Ernst fordert ein Ende der Energiesanktionen gegen Russland und kritisiert in dem Punkt seine eigene Partei. "Ich beklage, dass wir uns nicht einig sind, dass wir diese Sanktionen im wirtschaftlichen Bereich gegen Russland beenden müssen, weil sie im Ergebnis gegen die eigene Bevölkerung und gegen die eigene Industrie gerichtet sind", sagt Ernst, Vorsitzender des Bundestags-Energieausschusses, dem ZDF in Leipzig. 
Mit Russland trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine weiter Handel zu treiben, sei "moralisch ein Problem", räumt Ernst ein. Doch seien Alternativen wie Kuweit oder die Vereinigten Arabischen Emirate auch nicht viel besser.