Letztes Update:
20230113134044

13:39
13.01.2023
Die deutsche Wirtschaft hat trotz Gegenwinds im vergangenen Jahr ihre Aufholjagd nach der Corona-Krise fortgesetzt. Europas größte Volkswirtschaft verlor allerdings an Tempo. Die Wirtschaftsleistung legte 2022 um 1,9 Prozent zum Vorjahr zu, wie das Statistische Bundesamt anhand erster Berechnungen mitteilt. 2021 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) noch um 2,6 Prozent gewachsen.
Die Aussichten für 2023 schätzen viele Volkswirte inzwischen nicht mehr ganz so trüb ein wie zunächst nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine: Die lange Zeit befürchtete Rezession dürfte vergleichsweise mild ausfallen, die jüngsten Konjunkturprognosen gehen von einem BIP-Rückgang von weniger als einem Prozent 2023 aus. Weil der Staat Privathaushalte und Unternehmen mit Milliardensummen bei den kräftig gestiegenen Kosten für Energie entlastet, erwarten manche Institute sogar ein leichtes Wirtschaftswachstum in Deutschland im laufenden Jahr.

13:03
13.01.2023
Blick in die Presse: Die britische Zeitung The Times kommentiert die Entwicklung der Gaspreise:

Gute Nachrichten waren im vergangenen Jahr lange Zeit Mangelware. Doch dank eines starken Rückgangs der Großhandelspreise für Gas im letzten Monat hat das Jahr 2023 einen unerwartet ermutigenden Start hingelegt. (...) Wenn die derzeitigen Trends anhalten, ist es wahrscheinlich, dass Europas Gasspeicher nach diesem Winter immer noch zu über 50 Prozent gefüllt sein werden. Das wird es wesentlich einfacher machen, sie vor dem nächsten Winter wieder aufzufüllen, auch ohne russisches Gas, was das Risiko eines weiteren Preisanstiegs im nächsten Jahr verringert. Viele europäische Länder haben beeindruckende Fortschritte bei der Diversifizierung ihrer Energieversorgung weg von Russland gemacht. Deutschland hat seine Abhängigkeit von russischem Gas bereits von rund 45 Prozent zu Beginn des Ukraine-Krieges auf Null reduziert. Gleichzeitig sind die meisten französischen Kernreaktoren wieder in Betrieb, nachdem sie zu Beginn der Krise wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet worden waren, was dazu beiträgt, den Gasbedarf des Kontinents weiter zu senken. Das alles deutet darauf hin, dass Russlands Versuch, die Energiekarte zu spielen, um die Unterstützung des Westens für die Ukraine zu untergraben, gescheitert ist. 13:03
13.01.2023

12:05
13.01.2023
Eine Mehrheit der Deutschen ist gegen eine Ausweitung der Braunkohleabbaugebiete, wie sie derzeit nach der Räumung im Dorf Lützerath geplant ist. Wie aus dem nun veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" hervorging, sprechen sich 59 Prozent der Befragten gegen eine solche Ausdehnung aus - 33 Prozent sind dafür. Vor allem eine deutliche Mehrheit (87 Prozent) der Grünen-Wähler ist gegen das Vorhaben. Hingegen wird von 60 Prozent aller Befragten eine stärkere Nutzung der Kohlekraftwerke zur Sicherung der Stromversorgung als richtig erachtet. 36 Prozent sprechen sich dagegen aus.
Obwohl der verstärkte Einsatz von Kohlekraftwerken von einer Mehrheit befürwortet wird, sind 58 Prozent der Bürgerinnen und Bürger der Meinung, dass die Bundesregierung zu wenig für den Klimaschutz tut. 26 Prozent halten die Klimaschutzmaßnahmen für ausreichend; 13 Prozent der Befragten gehen die Maßnahmen zu weit.