Letztes Update:
20230113120427

12:04
13.01.2023
Nach einer Kältewelle hat der rohstoffreiche Iran eine akute Gaskrise gemeldet. Die nationale iranische Gasgesellschaft (NIGC) spricht von einer "kritischen Lage", wie die Zeitung Shargh berichtet. Haushalte wurden zum Energiesparen aufgerufen. Die Zeitung Etemad berichtet, der Gasverbrauch sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 30 Prozent gestiegen. Bereits am Donnerstag hatten Behörden in einer Provinz im Nordosten alle Ämter bis Sonntag geschlossen, um Strom und Gas zu sparen.
Der Iran verfügt über die weltweit zweitgrößten Gasreserven. Die von scharfen internationalen Wirtschaftssanktionen getroffene Industrie benötigt jedoch dringend Investitionen, um die Förderung weiter auszubauen. Die aktuelle Kältewelle und ein steigender Energiebedarf in dem Land mit rund 88 Millionen Einwohnern verschärfen die Lage zusätzlich. Bisher ist Gas für Haushalte im Iran verhältnismäßig günstig, da es staatlich stark subventioniert wird.

Nach einer Kältewelle hat der rohstoffreiche Iran eine akute Gaskrise gemeldet. Foto: Rouzbeh Fouladi/ZUMA Press Wire/dpa

11:20
13.01.2023
Nach Angaben des Betreibers soll im Rahmen langfristig abgeschlossener Lieferverträge kein Flüssigerdgas aus Russland oder den USA am Terminal Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern angelandet werden. Das hätten die beiden Lieferanten zugesagt, die im Vergabeverfahren den Zuschlag für langfristige Kapazitäten erhalten haben, teilt die Deutsche Regas mit. Es handele sich dabei um die Unternehmen Total Energies und Met Group.
80 Prozent der im Vergabeverfahren ausgeschriebenen Kapazität seien so vergeben worden - also 3,6 von 4,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas, die jährlich ins Gasnetz eingespeist werden sollen. Darüber hinaus würden bis zur maximal vorgesehenen Kapazität von bis zu 5,2 Milliarden Kubikmeter jährlich variable Kapazitäten kurzfristig an Bieter vergeben. Das sei noch nicht erfolgt. Der Dauerbetrieb wird laut Knabe erst einmal mit den langfristigen Kunden gestartet.

10:45
13.01.2023
Der hohe Druck auf die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte hat sich weiter abgeschwächt. Im November stiegen sie um fast 32 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Im Oktober waren die Preise noch um fast 38 Prozent zum Vorjahresmonat gestiegen und im September um gut 40 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Oktober 2022 fielen die Preise um 0,5 Prozent.
Die Erzeugerpreise sind die Verkaufspreise der Produzenten. Sie wirken sich auch auf die Verbraucherpreise aus. Vor allem pflanzliche Produkte verteuerten sich im November nicht mehr so stark. Hier lag das Plus gegenüber dem Vorjahresmonat bei knapp 17 Prozent, im Oktober hatte der Zuwachs noch bei knapp 38 Prozent gelegen. Speisekartoffeln verteuerten sich um fast 71 Prozent und damit weniger stark als im Vormonat. Der Preisdruck beim Getreide ließ zudem deutlich nach.