Letztes Update:
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Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

09:24
13.01.2023
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in diesem Jahr trotz der Folgen des Kriegs in der Ukraine und einer weiter hohen Inflation nicht mit einem Abrutschen der Weltwirtschaft in die Rezession. Zwar werde sich das Wachstum im Vergleich zum Jahr 2022 verlangsamen, sagte die IWF-Direktorin Kristalina Georgieva in der Nacht. Allerdings dürfte ein Abgleiten in die Rezession vermieden werden.
Nach Einschätzung von Georgieva ist bei der nächsten Konjunkturprognose des IWF Ende Januar nicht mit einer wesentlichen Änderung der jüngsten Prognose vom vergangenen Oktober zu rechnen. Damals hatte der IWF für 2023 ein globales Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent erwartet. Für das vergangene Jahr geht der IWF von einer Zunahme der weltweiten Wirtschaftsleistung um 3,2 Prozent aus.

08:09
13.01.2023
Die rohstoffreiche Republik Kasachstan in Zentralasien will im ersten Quartal 300.000 Tonnen Öl durch Russland nach Deutschland liefern. Damit soll das von der EU im Zuge von Moskaus Krieg gegen die Ukraine mit Sanktionen belegte russische Öl ersetzt werden. Allerdings verdient die Rohstoffgroßmacht Russland nun kräftig an den Transitgebühren, weil das "schwarze Gold" durch Tausende Kilometer Öl-Pipelines des Moskauer Staatskonzerns Transneft geleitet wird. Der kasachische Ölkonzern Kaztransoil teilt in der Hauptstadt Astana mit, dass das Öl von einer polnischen Abnahmestelle weiter nach Deutschland geleitet werde.
Seit Anfang Januar importiert Deutschland wegen des von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Krieges gegen die Ukraine kein Öl mehr aus Russland. Vor allem die PCK-Raffinerie Schwedt in Brandenburg ist deshalb auf Ersatz angewiesen und erwartet eine höhere Auslastung durch zeitnahe Lieferungen.