Der Schweiz droht wegen der bislang milden Wintertemperaturen und viel Regen in diesem Winter kein Stromengpass mehr. Die Stauseen der Schweizer Wasserkraftwerke seien überdurchschnittlich gefüllt, die Gasspeicher in Europa voller als befürchtet und die Atomstromproduktion in Frankreich ziehe an, sagt der Urs Meister dem Sender SRF. Er ist Geschäftsführer der Regulierungsbehörde des Schweizer Strommarktes, der Eidgenössischen Elektrizitätskommission Elcom. "Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass man ohne eine Mangellage durch diesen Winter kommen wird", sagt er.
Die Schweiz gewinnt gut 60 Prozent ihres Stroms aus Wasserkraft, knapp 30 Prozent aus Kernkraft, knapp zwei Prozent aus fossilen und knapp acht Prozent aus erneuerbaren Energien. Im Sommer reicht die heimische Erzeugung, im Winter muss sie aus den Nachbarländern dazukaufen. Deshalb sind die französischen Atomkraftwerke und die europäischen Gasspeicher wichtig.