Die kräftig gestiegenen Preise für Milch- und Milchprodukte haben nach einer Einschätzung aus der Branche ihren Höhepunkt überschritten. Das ganz hohe Niveau werde sich nicht halten, aber das Preisniveau werde deutlich höher bleiben als vor zwei Jahren, sagte der Geschäftsführer der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen, Rudolf Schmidt, in Krefeld. Die Verbraucherpreise seien bei Bio-Milch schon Ende des vergangenen Jahres etwas zurückgegangen. Bei konventionell erzeugter Milch müssten sich die Ergebnisse der jüngsten Verhandlungsrunde zwischen den einzelnen Molkereien und Handelsketten noch zeigen.
Die hohe Inflation habe nicht nur dazu geführt, dass Verbraucher häufiger zu günstigeren Produkten griffen. Bei konventionell erzeugter Milch und Butter, bei Joghurt, Käse, Quark und Sahne sei die Absatzmenge im deutschen Lebensmittelhandel in den ersten zehn Monate 2022 gesunken. Das Exportgeschäft sei in der zweiten Jahreshälfte durch hohe Preise unter Druck geraten.