Der Handwerkspräsident Jörg Dittrich warnt mit Blick auf die Belastungen der Unternehmen in der Krise vor einem Scheitern der Energiewende. Das Handwerk sei der Umsetzer dieser Wende. "Uns droht, dass die Energiewende scheitert, weil die Betriebe vorher insolvent sind, wenn sie Energiepreise aufbringen müssen, die sie nicht stemmen können", sagte der Dresdner Dachdeckermeister der Deutschen Presse-Agentur.
Für eine Energiewende forderte Dittrich einen sinnvollen Plan. 2023 biete Gelegenheit, den bisherigen Plan zu reparieren. "Wir sind jetzt gerade in der tiefsten Energiekrise." Die Gesellschaft, die Wirtschaft, das Handwerk brauchten verlässliche Energie zu bezahlbaren Preisen. Deshalb sei ihm die Debatte über das Vorziehen des Kohleausstiegs auf 2030 unverständlich. "Der Enthusiasmus, eine neue Debatte anzufachen in der tiefsten Krise, die wir gerade erleben bei der Energie, den kann ich nicht verstehen", sagte der Handwerkspräsident. "Wir sind mittendrin, warum führen wir diese Debatte?"