Letztes Update:
20230108191251

12:41
08.01.2023
Der Handwerkspräsident Jörg Dittrich warnt mit Blick auf die Belastungen der Unternehmen in der Krise vor einem Scheitern der Energiewende. Das Handwerk sei der Umsetzer dieser Wende. "Uns droht, dass die Energiewende scheitert, weil die Betriebe vorher insolvent sind, wenn sie Energiepreise aufbringen müssen, die sie nicht stemmen können", sagte der Dresdner Dachdeckermeister der Deutschen Presse-Agentur.
Für eine Energiewende forderte Dittrich einen sinnvollen Plan. 2023 biete Gelegenheit, den bisherigen Plan zu reparieren. "Wir sind jetzt gerade in der tiefsten Energiekrise." Die Gesellschaft, die Wirtschaft, das Handwerk brauchten verlässliche Energie zu bezahlbaren Preisen. Deshalb sei ihm die Debatte über das Vorziehen des Kohleausstiegs auf 2030 unverständlich. "Der Enthusiasmus, eine neue Debatte anzufachen in der tiefsten Krise, die wir gerade erleben bei der Energie, den kann ich nicht verstehen", sagte der Handwerkspräsident. "Wir sind mittendrin, warum führen wir diese Debatte?"

10:44
08.01.2023
Die Bundesnetzagentur erwartet bei den Erdgasspeichern in Deutschland in diesem Frühjahr einen relativ hohen Füllstand. "Ich gehe inzwischen davon aus, dass die Speicher am Ende des Winters zu mehr als 50 Prozent gefüllt sein werden. Wir konzentrieren uns jetzt auf den nächsten Winter", sagte der Präsident der Behörde, Klaus Müller, der Bild am Sonntag.
"Bei aller Restunsicherheit: Ich rechne nicht damit, dass diesen Winter noch etwas schiefgeht", fügte Müller hinzu.

04:28
08.01.2023
Die SPD-Spitze will sich bei ihrer Klausurtagung zum Jahresauftakt für eine Infrastruktur-Offensive in Deutschland stark machen. Bei den Beratungen mit Bundeskanzler Olaf Scholz am Sonntag und Montag will der Parteivorstand eine Resolution mit dem Titel "Starke Infrastruktur für Deutschland" beschließen, in der für eine stärkere Förderung von Zukunftstechnologien, bessere Planungssicherheit für Investitionen und mehr staatliche Beteiligung an Energie- oder Kommunikationsnetzen geworben wird. Neben der Bewältigung der aktuellen Krisen müssten auch die Zukunftsthemen aktiv angegangen werden, heißt es in der sechsseitigen Beschlussvorlage der Parteispitze, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

17:46
07.01.2023
Der Chef des Netzbetreibers 50Hertz, Stefan Kapferer, sieht in der deutschen Bevölkerung eine wachsende Akzeptanz für den Ausbau der Stromnetze. Er führe dies auch darauf zurück, dass die Bedeutung von Energie-Souveränität klarer geworden sei, sagte er bei der Klausur der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayerischen Kloster Seeon. Er sehe auch einen deutlichen Fortschritt bei den Genehmigungsbehörden, insbesondere bei der Bundesnetzagentur. "Da ist ein deutlicher frischer Wind zu spüren, was Genehmigungsverfahren angeht."