Letztes Update:
20230107174811
Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archiv

13:44
07.01.2023
Die deutsche Wirtschaft kommt aus Sicht des Ökonomen Lars Feld besser mit den Folgen des Ukraine-Krieges zurecht als zunächst gedacht. "Es ist nicht ganz so schlimm wie letzten Sommer befürchtet. Die Wirtschaft scheint jetzt nicht zusammenzubrechen", sagte der frühere Vorsitzende der Wirtschaftsweisen bei der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im oberbayerischen Kloster Seeon.
"Allerdings wird uns die Inflation weiter drücken. Und die Wohlstandsverluste, die über die Inflation kommen, werden nicht zu vermeiden sein für die Bürgerinnen und Bürger." Die rezessiven Tendenzen seien immer noch relativ schwach, solange es im Energiebereich nicht zu einer großen Mangelsituation komme, sagte der Berater von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). "In diesem Winter wird die Wirtschaftsabschwächung noch moderat sein." Die Inflationsrate bleibe aber hoch.

04:31
07.01.2023
Bei Streitigkeiten mit Energieversorgern können sich Verbraucher an die Schlichtungsstelle Energie wenden - und die hatte im abgelaufenen Krisenjahr mehr zu tun als je zuvor. Nach vorläufigen Zahlen gingen mehr als 18.000 Anträge auf Schlichtung ein. "Zum Vergleich: 2021 haben wir rund 7700 Anträge erhalten", teilt Geschäftsführer Thomas Kunde der Deutschen Presse-Agentur auf Grundlage vorläufiger Zahlen mit. Mehr als 3500 Anträge behandelten demnach das Thema "Beanstandete Preiserhöhung" - 2021 waren es gerade mal etwas mehr als 1100 gewesen. Rund 1600 Mal ging es im vergangenen Jahr um Sonderkündigungen wegen Preiserhöhungen (2021: 301).