Letztes Update:
20221219082943

08:28
19.12.2022
Angesichts von Preissteigerungen warnt der Kinderschutzbund vor wachsender Kinderarmut im kommenden Jahr. Diese habe sich seit Jahren bereits verschärft und werde durch die ökonomischen Folgen des Krieges in der Ukraine noch einmal schlimmer, sagte der Präsident des Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Die Inflation trifft Familien, die nur wenig Geld zur Verfügung haben, besonders hart. Die Kinderarmut wird im kommenden Jahr also noch einmal deutlich zunehmen."
Hilgers warnte davor, dass Familien mit Kindern 2023 mit den Regelsätzen im Bürgergeld nicht auskommen würden. Die Erhöhung komme zu spät und werde von der Inflation direkt wieder aufgefressen. In Bezug auf Geringverdiener sagte er, die Erhöhung des Mindestlohns sorge in schwierigen Zeiten dafür, dass der finanzielle Absturz für Menschen mit geringem Einkommen nicht ganz so schlimm sei. Er müsse allerdings angesichts der Inflation schnell wieder steigen - auf mindestens 13 Euro, besser auf 14 Euro. "Das würde helfen, dass weniger Familien in Armut sind." Derzeit liegt der Mindestlohn bei 12 Euro.

Foto: picture alliance / dpa

04:12
19.12.2022
Die Energieminister der EU-Staaten treffen sich heute, um einen europäischen Gaspreisdeckel zu verabschieden. Seit Monaten wird in Brüssel über einen solchen Mechanismus gestritten, um die wegen des Ukraine-Kriegs stark schwankenden Gaspreise zu kontrollieren. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und seine Kollegen sollen nun liefern. Die Staats- und Regierungschefs hatten ihnen dafür beim EU-Gipfel vergangene Woche das Mandat erteilt.
Die EU-Kommission hatte unter dem Druck von Preisdeckel-Befürwortern wie Italien oder Spanien vorgeschlagen, den Preis für Gas, das am Großhandelsplatz TTF verkauft wird, unter bestimmten Umständen bei 275 Euro pro Megawattstunde zu deckeln. Die Bundesregierung hat sich lange wegen Bedenken hinsichtlich der Versorgungssicherheit gegen einen Höchstpreis für Gas gewehrt. Im Gespräch ist nun eine niedrigere Grenze von 180 bis 220 Euro.