Letztes Update:
20221218194858

16:51
18.12.2022
Zum Stromsparen dürfen Deutschlands Mobilfunkbetreiber die Leistung ihrer Antennen zeitweise verringern. Die Bundesnetzagentur verschickte vor wenigen Tagen einen Brief an die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica (O2), in dem sie grünes Licht für eine entsprechende Maßnahme gab. Die Firmen hatten sich an die Behörde gewandt und ihr Konzept vorgestellt. Damit wollten sie sich absichern, dass das Vorgehen im Einklang mit Netzauflagen steht. "Die Maßnahmen sind aus rechtlicher Sicht unbedenklich", heißt es nun von der Behörde.
Bei dem Energiesparmodus wird ein Teil der Frequenzbänder in den Stand-by-Modus versetzt, wenn der Bedarf gering ist – etwa nachts oder tagsüber an abgelegenen Standorten. "Eine Grundversorgung bleibt stets gegeben", betont ein O2-Sprecher. Das System erkenne, wenn die Nachfrage steige und fahre die Kapazität in kurzer Zeit hoch. 

10:43
18.12.2022
Die Gastgewerbe- und Messebranche sieht in der Ausgestaltung der Energiepreisbremsen eine erneute Benachteiligung von zuvor durch Corona hart getroffenen Betrieben. "Die große Mehrzahl der Unternehmen wird durch die Energiepreisbremsen entlastet. So wie sie jetzt beschlossen wurden, benachteiligen sie aber Unternehmen, die schon unter den Corona-Maßnahmen am stärksten gelitten haben", sagt Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga, der Bild am Sonntag.
Ein mittelständisches Hotel mit einem Gasverbrauch von mehr als 1,5 Millionen Kilowattstunden, das 2021 wegen des Lockdowns fünf Monate geschlossen war und entsprechend weniger verbraucht hat, bekomme 2023 weniger Unterstützung, sagte Hartges. "Hier werden Betriebe doppelt bestraft. Der Regierung ist das Problem seit Wochen bekannt, jetzt muss es gelöst werden."

05:05
18.12.2022
Vor den letzten Beratungen der EU-Energieminister zur Einführung eines Gaspreisdeckels warnt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vor zu harten Beschränkungen. "Eine niedrige Preisgrenze erschwert Gaseinkäufe und gefährdet die Versorgungssicherheit", sagt VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing der Deutschen Presse-Agentur. Die europäischen Staats- und Regierungschefs hatten sich bei ihrem Gipfel am Donnerstag auf die Einführung eines Preisdeckels für den Gaseinkauf geeinigt. 
Der VKU betont, eigentlich sei man gegen einen Preisdeckel. Liebing drängt darauf, das geplante Preislimit nun wenigstens möglich hoch anzusetzen. "Künstlich verknappte Einkaufsmöglichkeiten können dazu führen, dass Förderländer ihre Tankerschiffe in Länder schicken, wo sie höhere Preise für ihr Gas erzielen können", warnt er.