Letztes Update:
20221214183206

16:52
13.12.2022
Die hohe Inflation in den USA hat sich im November stärker als erwartet abgeschwächt. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Verbraucherpreise um 7,1 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einer Teuerungsrate von 7,3 Prozent gerechnet, nach 7,7 Prozent im Vormonat. Es ist der fünfte Rückgang der Inflationsrate in Folge. Die Kerninflation - ohne die volatilen Energie- und Lebensmittelpreise - fiel von 6,3 auf 6,0 Prozent. Auch hier war der Rückgang stärker als erwartet. Der US-Dollar gab nach den Zahlen auf breiter Front nach. Auch die Renditen von US-Staatsanleihen gerieten unter Druck.
US-Präsident Joe Biden zeigte sich erfreut über die neuen Daten. "Täuschen Sie sich nicht, die Preise sind immer noch zu hoch. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber die Dinge werden besser und gehen in die richtige Richtung", sagte er. Er hoffe, dass die Preise bis zum Ende des kommenden Jahres wieder deutlich sinken - könne aber keine Prognosen abgeben.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

16:01
13.12.2022
Die deutsche Industrie warnt davor, dass Entlastungen wegen der hohen Energiepreise zu spät oder gar nicht bei energieintensiven Firmen ankommen. Die Gaspreisbremse, die für große Industrieverbraucher ab Januar greifen soll, sei viel zu bürokratisch angelegt, sagte Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), der Deutschen Presse-Agentur: "Die Preisbremse ist kein Zurück zu alten Zeiten. Sie soll die größten Ausschläge nach oben abfangen. Der Bundeshaushalt ist quasi eine Versicherung dagegen. Sie hat aber inzwischen so viele Randbedingungen, dass sie für eine ganze Reihe von Firmen wohl nicht funktionieren wird." Es bestehe die Gefahr, dass die Unterstützung wegen komplexer Regeln schleppend anlaufe.