Letztes Update:
20221214183206
Was seit dem Vorschlag der Kommission passiert ist, ist eine Verschlimmbesserung. Vieles, was wir in dieser Runde intensiv diskutiert und dann der Bundesregierung empfohlen haben - etwa wenig Bürokratie, zunächst Entlasten und erst hinterher die Verifikation - kommt jetzt anders. Unsere Absicht war, den Unternehmen klar zuzusichern: Auf diesen Preis könnt ihr euch verlassen, den bekommt ihr, ob ihr den Standort aufrechterhalten könnt, sehen wir hinterher. Das Unternehmen, das dann trotzdem schließt, muss zurückzahlen. Nun soll es aber genau andersherum kommen. 16:01
13.12.2022
Siegfried Russwurm - der BDI-Präsident war Co-Vorsitzender der von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission zur Gas- und Strompreisbremse

14:54
13.12.2022
Die Menschen in Deutschland sollen in diesem Winter "in ihren Sorgen, bei ihrer Not" wegen stark steigender Energiepreise nach Worten von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich nicht alleine gelassen werden. Mützenich sagte vor einer Fraktionssitzung in Berlin, der Bundestag werde entsprechende Versprechen einlösen. Nach einer "sehr deutlichen" Nachjustierung der Ursprungspläne der Regierung sei er vor der Abstimmung über die geplanten Preisbremsen für Gas und für Strom an diesem Donnerstag zuversichtlich.
Mützenich verwies auf geplante Hilfen auch zugunsten von Menschen, die mit Holzpellets oder Öl heizen. Betroffene Bürgerinnen und Bürger, die in Liquiditätsprobleme kommen, würden unterstützt. Zusammen mit den Ländern werde ein gemeinsamer Schirm aufgebaut.

14:00
13.12.2022
Deutschlands Maschinenbauer sehen sich gerüstet für den erwarteten Konjunkturabschwung im kommenden Jahr. "Wir rechnen für 2023 weiterhin mit einem leichten realen Produktionsrückgang von 2 Prozent", sagte Karl Haeusgen, Präsident des Branchenverbandes VDMA. "Das ist mit Sicherheit keine Krise" und zeige die Robustheit der Maschinenbauer. Für das laufende Jahr ist der VDMA zuversichtlich, das Ziel eines Produktionswachstums bereinigt um Preiserhöhungen (real) von einem Prozent zu erreichen. Große Sorgen bereitet der Fachkräftemangel.
Das Umfeld für die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie mit mehr als einer Million Beschäftigten ist dem Verband zufolge schwierig. Haeusgen sprach von "rauer See". Das Wachstum in China bleibe voraussichtlich schwach, der Krieg in der Ukraine sorge weiter für hohe Energiepreise, hinzu kämen steigende Zinsen. "Das wird die Weltwirtschaft und damit auch die Investitionsgüterindustrien auf absehbare Zeit belasten", so Haeusgen. "Dennoch ist die Stimmung in vielen Ländern der Erde in den vergangenen Wochen nicht mehr so negativ gewesen wie in den ersten Monaten nach Beginn des Ukraine-Kriegs."