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Foto: Jens Büttner/dpa

09:20
08.12.2022
Taiwan will seine Windkraftanlagen auf See ausbauen. Das Kabinett billigte in Taipeh die Pläne für eine Ausweitung der zulässigen Meeresgebiete. Der Entwurf, dessen Annahme durch das Parlament erwartet wird, soll der demokratischen Inselrepublik helfen, ihre Entwicklungsziele für den Ausbau der Windkraft zu erreichen. Auch deutsche Firmen wie Skyborn Renewables und Siemens Gamesa sind an der Entwicklung der Windenergie in Taiwan beteiligt. 
Bis 2025 sollen 5,6 Gigawatt installiert werden. Das Ziel ist danach bis 2035 ein jährlicher Zuwachs um 1,5 Gigawatt. Bis 2050 sollen 40 bis 50 Gigawatt erreicht werden. Zum Vergleich: Deutschland hat heute schon eine installierte Windenergieleistung von 65 Gigawatt.

07:43
08.12.2022
Einen Tag nach Aufhebung der Benzinpreisdeckelung in Ungarn hat Ministerpräsident Viktor Orban die Übergewinnsteuer für den ungarischen Mineralölkonzern MOL kräftig erhöht. Das Unternehmen, das Erdöl importiert und den Großteil der in Ungarn vermarkteten Treibstoffe herstellt, muss nun 95 Prozent seiner Gewinne an den Staat abführen. Dies bestimmt eine Verordnung Orbans, die in der Nacht zu Donnerstag im Ungarischen Amtsblatt erschien.
Bisher musste die MOL 40 Prozent ihrer Gewinne als "Extraprofit-Steuer" entrichten, wie die Übergewinnsteuer in Ungarn heißt. Die Orban-Regierung begründet die hohe Besteuerung des Mineralölkonzerns damit, dass er nahezu ausschließlich russisches Erdöl zur Treibstoffherstellung verwendet. Dieses beziehe er zu einem Preis, der deutlich unter den internationalen Marktpreisen liege. Ungarn ist von den EU-Sanktionen gegen russische Erdöl-Importe, die zu Monatsbeginn wirksam wurden, ausgenommen. Das Wirtschaftsportal "portfolio.hu" geht davon aus, dass dem ungarischen Staat durch die Abschöpfung fast des gesamten Gewinns der MOL Einnahmen in Höhe von jährlich 470 Milliarden Forint (1,14 Milliarden Euro) winken.