Letztes Update:
20221202191454

18:36
02.12.2022
Mit dem Preisdeckel für russisches Erdöl gefährdet die Europäische Union nach Meinung des prominenten russischen Außenpolitikers und Duma-Abgeordneten Leonid Sluzki ihre Energiesicherheit. Daneben verstoße die EU auch gegen die Marktgesetze, wie die Staatsagentur Tass über die Reaktion Sluzkis berichtet. 
"Die EU gefährdet ihre eigene Energiesicherheit. Sie haben keinen Deckel eingeführt, sondern wieder den Boden durchbrochen." Und dies alles, um "die Ambitionen von Übersee-Partnern zu befriedigen", so Sluzki mit Blick auf die USA. "Doch von dort können die Europäer keine Hilfe erwarten." Sluzki leitet in der Staatsduma den Auswärtigen Ausschuss.

18:35
02.12.2022
Der strauchelnde Gasimporteur VNG bekommt mehrere Hundert Millionen Euro vom Staat und hat seinen Antrag auf sogenannte Stabilisierungsmaßnahmen zurückgezogen. Der Bund werde sich nicht an der VNG beteiligen, teilten der Leipziger Konzern, der Mehrheitseigner EnBW aus Karlsruhe und das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin übereinstimmend mit.
VNG hatte Anfang September einen Antrag auf staatliche Stabilisierungsmaßnahmen gestellt, weil der Konzern Gas infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine teurer einkaufen musste, als er es verkaufen durfte. 

18:34
02.12.2022
Die EU-Staaten einigen sich auf die Höhe eines Preisdeckels für russisches Öl. Sie wollen Russland gemeinsam mit internationalen Partnern dazu zwingen, Erdöl von Montag an für zunächst höchstens 60 US-Dollar (etwa 57 Euro) pro Barrel (159 Liter) an Abnehmer in anderen Staaten zu verkaufen. Eine entsprechende Absprache trafen Regierungsvertreter nach langen Verhandlungen in Brüssel.

16:10
02.12.2022
Die Bundesnetzagentur bewertet die Lage in ihrem jüngsten Bericht weiter als angespannt. Eine Verschlechterung könne nicht ausgeschlossen werden.

Trotz der vollen Speicher ist es nach Darstellung der Bundesnetzagentur sehr wichtig, Gas zu sparen, damit Deutschland gut durch den Winter kommt und keine Gasmangellage eintritt. Bisherige Zahlen sind positiv: In der vergangenen Woche (Kalenderwoche 47) lag der Verbrauch nach Angaben der Behörde 21 Prozent unter dem durchschnittlichen Verbrauch der vergangenen vier Jahre. Im Vergleich zur Woche davor (KW46) ist er aber um 12 Prozent gestiegen. Das dürfte daran gelegen haben, dass der milde Herbst inzwischen vorbei ist und es kalt geworden ist.