Letztes Update:
20221202204723

15:15
02.12.2022
Rund zwei Drittel der Gas-Soforthilfen gehen an Haushalte, die diese nicht zwangsläufig benötigen. Das ergibt eine gemeinsame Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen. Zuvor hatte Spiegel über die Studie berichtet.
Den Berechnungen zufolge benötigen Haushalte mit einem Nettoeinkommen von unter 2700 Euro im Monat, die mehr als 10 Prozent ihres Einkommens für Heizen, Warmwasser und Strom ausgeben, die Ausgleichszahlungen am nötigsten. Das treffe auf 34 Prozent der Soforthilfe-Empfänger aus Privathaushalten zu. Die wachsende Gefahr der Energiearmut in Deutschland bestehe für diese Haushalte ganz besonders. Die Höhe der Kompensation für Gas- und Wärmekosten, die der Staat im Dezember an alle Privathaushalte in Deutschland zahlt, sei nicht sozial ausgewogen, heißt es in der Untersuchung.

13:24
02.12.2022
Mit steigenden Energiepreisen hat sich die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland in diesem Herbst wieder mehr als verdoppelt. Das trifft vor allem die Industrie, wie das Münchner Ifo-Institut berichtet. Demnach stieg die Gesamtzahl der Beschäftigten in Kurzarbeit von August bis November von 76.000 auf 187.000. Zum großen Teil waren es Industrieunternehmen, die Kurzarbeit beantragten: Dort stieg die Zahl der Kurzarbeiter laut Ifo von 59.000 auf 151.000.

Insbesondere die energieintensiven Industrien und die Automobilindustrie greifen wieder vermehrt zur Kurzarbeit. 13:24
02.12.2022
Das sagt Ifo-Forscher Sebastian Link.

12:45
02.12.2022
Mit den sinkenden Temperaturen geht auch der Füllstand der deutschen Gasspeicher weiter zurück. Die Bundesnetzagentur bezifferte den Gesamtspeicherstand in Deutschland auf 98 Prozent. "Es wird überwiegend ausgespeichert", heißt es im aktuellen Lagebericht der Behörde. Auch nach Angaben des europäischen Gasspeicherverbandes GIE ist der Füllstand gesunken. Die Füllstände werden immer mit Verzögerung mitgeteilt.