Großbritannien drängt ein
chinesisches Staatsunternehmen gegen eine Millionenzahlung
aus dem Bau eines neuen Atomkraftwerks heraus. Die Regierung in London kündigt an, rund 700 Millionen Pfund (811 Millionen Euro) in das Projekt Sizewell C in der ostenglischen Grafschaft Suffolk zu investieren. Wie viel davon als
Abschlagszahlung an den chinesischen Konzern CGN fließt, wurde nicht mitgeteilt. Die Zahlung decke den Wert der 20-prozentigen Beteiligung, den Beitrag zur Projektentwicklung und eine kommerzielle Rendite ab, heißt es. Zuvor hatte der neue Premierminister
Rishi Sunak die "goldene Ära" der britisch-chinesischen Beziehungen für
beendet erklärt.
Die Staatshilfe sei ein Beitrag zur
Energiesicherheit, teilt die Regierung weiter mit. Damit sollten 10.000 hoch qualifizierte Jobs geschaffen werden sowie über mehr als 50 Jahre "zuverlässige kohlenstoffarme Energie" für sechs Millionen Haushalte, hieß es.