Letztes Update:
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Foto: Michael Matthey/dpa

12:29
29.11.2022
An dem Abkommen über die Lieferung von Flüssigerdgas (LNG) aus Katar wird in Deutschland auch Kritik laut. Die Deutsche Umwelthilfe hält den Vertrag in doppelter Hinsicht für falsch: "Der Gas-Deal mit einer LNG-Lieferung ab 2026 hilft nicht in der gegenwärtigen Krise, schafft mit seiner Laufzeit über 15 Jahre aber eine neue langfristige Abhängigkeit", bemängelt der Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner in Berlin. Damit weise das Lieferabkommen in die falsche Richtung und sei vor allem ein Risiko für die Klimaziele. 
Genauso argumentierte der stellvertretende Vorsitzende der Linken, Lorenz Gösta Beutin: "Die Gaslieferungen ab 2026 sind wirkungslos für die aktuelle Energiekrise, schaffen aber langfristige Energieabhängigkeit bis 2041 mit einem Land, das Menschenrechte mit Füßen tritt und am blutigen Krieg gegen den Jemen beteiligt ist." Mit dem Aufwand, mit dem die Bundesregierung gerade fossile Infrastruktur ausbaue, verbaue sie sich selbst und nachfolgenden Regierungen jede Chance, die Klimakrise noch rechtzeitig zu stoppen. 

11:57
29.11.2022
Die Gaswirtschaft sieht in dem geschlossenen Abkommen über die Lieferung von Flüssigerdgas aus Katar nach Deutschland ein "positives Signal für die landbasierten LNG-Terminals". Mit den langfristigen Lieferungen über 15 Jahre ab 2026 werde eine gute Perspektive für diese Terminals eröffnet, sagt der Vorstand des Branchenverbands Zukunft Gas, Timm Kehler, laut einer Mitteilung. 
"Wir fordern schon lange, nicht nur auf die kurzfristige Versorgung über die schwimmenden Terminals zu blicken." Insbesondere für einen späteren Umstieg auf grüne Gase seien die landbasierten Terminals von elementarer Bedeutung.