Die Union hat die Pläne der Bundesregierung zur Gas- und Strompreisbremse kritisiert. Der CDU-Energiepolitiker Andreas Jung sagte in Berlin zur geplanten Ertragsabschöpfung von "Zufallsgewinnen" etwa von Unternehmen, die Ökostrom produzieren: "Das darf so nicht kommen. Das ist eine Erneuerbaren-Bremse und es droht ein Kollateralschaden für die Energiewende. Es wird Vertrauen beschädigt." Investitionen würden jetzt schon zurückgestellt. Eine rückwirkende Abschöpfung würde sie abwürgen. Viele Unternehmen hätten Erträge schon wieder investiert.
Nach den Plänen der Bundesregierung sollen zur Mitfinanzierung der geplanten Strompreisbremse befristet bis mindestens Ende Juni kommenden Jahres "Zufallsgewinne" von Unternehmen auf dem Strommarkt rückwirkend zum 1. September abgeschöpft werden. Das betrifft etwa Produzenten von Ökostrom aus Wind und Sonne, die zuletzt von hohen Preisen an der Börse profitiert haben. Hintergrund sind stark gestiegene Gaspreise und der Mechanismus zur Preisbildung auf dem Strommarkt.