Letztes Update:
20221121080953

08:09
21.11.2022
In Südafrika, einem der wirtschaftsstärksten Länder Afrikas, stehen ab heute erneut täglich bis zu sechs Stunden Stromausfälle bevor. Der staatliche Stromversorger Eskom habe nicht genügend Budget für den Kauf von Diesel, notwendig für den Betrieb von Back-up-Turbinen, teilt der Minister für staatliche Unternehmen, Pravin Gordhan, gestern Abend mit. Die Turbinen werden eingesetzt, wenn Südafrikas Kohlekraftwerke ausfallen. Die Regierung werde demnach nach Möglichkeiten suchen, um das fehlende Geld bereitzustellen.

Südafrika mit seinen 60 Millionen Einwohnern ist reich an Kohlevorkommen und stützt sich trotz des Klimawandels bei der Energiegewinnung weiter zu knapp 80 Prozent auf seine veralteten Kohlekraftwerke, die zunehmend störanfällig sind. Dazu ist Eskom mit umgerechnet 25 Milliarden Euro hoch verschuldet.

06:52
21.11.2022
Die Ölpreise sind mit Abschlägen in die neue Woche gestartet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 87,10 US-Dollar. Das waren 52 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 52 Cent auf 79,56 Dollar.

Wie schon seit einiger Zeit sorgt die weiterhin angespannte Corona-Lage in China für Belastung. Dort steigen nicht nur die Infektionsfälle, auch hat es am Wochenende den ersten Todesfall in Verbindung mit Corona seit etwa einem halben Jahr gegeben. Die Entwicklung könnte die chinesische Führung zu einer noch strengeren Corona-Politik veranlassen. Der strikte Anti-Corona-Kurs Chinas gilt als einer der größten Risiken für das globale Wirtschaftswachstum und die Erdölnachfrage.

05:07
20.11.2022
Die staatliche Förderbank KfW bereitet sich mit Hochdruck auf die Umsetzung der Soforthilfe für Gas- und Fernwärmekunden im Dezember vor. "Wir haben kurzfristig 60 Kolleginnen und Kollegen mobilisiert", sagt ein KfW-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. "Die KfW fungiert in diesem Prozess ausschließlich als Zahlstelle."
Das Verfahren läuft den Angaben zufolge so ab: Der Energieversorger, der seinen Kundinnen und Kunden keine Abschläge und Vorauszahlungen für Dezember 2022 berechnet, kann seit Donnerstag (17. November) einen Antrag auf Ausgleichszahlung bei der von der Bundesregierung beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC stellen. Diese prüft den Antrag sowie die Erstattungshöhe und übergibt die weitere Bearbeitung an die Hausbank des Versorgers. Das Kreditinstitut leitet die Unterlagen nach einer Prüfung an die KfW weiter, die das Geld an den Energieversorger auszahlt. Die Zahlungen sollen voraussichtlich am 1. Dezember 2022 beginnen.

14:07
19.11.2022
Die Energiebranche hält die von der Bundesregierung geplante Einführung der Strompreisbremse zum Januar weiter für nicht machbar. Der Stadtwerkeverband VKU bekräftigte in der Bild-Zeitung, die Preisbremse werde nicht früher als zum März starten können. Grund sei die komplizierte technische Umstellung. "Wir kennen Stand heute noch keine Vorschriften, wir kennen die Regeln, die wir umsetzen sollen, noch nicht", sagte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing. "Für die Umsetzung der Strom- und Gaspreisbremse müssen wir massiv in komplexe IT-Abläufe eingreifen und brauchen dafür freie Kapazitäten bei spezialisierten IT-Dienstleistern."
Die Bundesregierung plant, dass für Strom für Haushalte wie bei der Gaspreisbremse ein Grundkontingent von 80 Prozent des bisherigen Verbrauchs zu einem festgelegten Höchstpreis bereitgestellt werden soll.