Letztes Update:
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Symbolfoto: Christoph Soeder/dpa

14:58
18.11.2022
Hamburg bekommt möglicherweise doch eine Plattform zur Anlandung von Flüssiggas (LNG). Er habe mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Finanzierung geklärt, sagte Hamburgs Umwelt- und Energiesenator Jens Kerstan (beide Grüne). Die Plattform solle vorübergehend für ein Jahr im Hafen bei Moorburg stationiert werden. Das müsse allerdings erst geprüft werden. Die Einrichtung werde nicht vor August nächsten Jahres in Betrieb gehen. Hamburg war bereits vor Monaten als möglicher Standort eines LNG-Terminals im Gespräch gewesen.
Die Versorgungslage sei derzeit weiterhin angespannt, sagte Kerstan. Er rechne im Moment nicht damit, dass es zu einem Versorgungsproblem komme. Eine Gasmangellage sei möglich, aber unwahrscheinlich. Der Senator fügte hinzu: "Wenn sich die Situation verschlechtern sollte, kann man im Moment nichts ausschließen." Kerstan äußerte sich nach einem Gespräch des Senats mit Vertretern von Verbänden und Vereinen über die Energiekrise.

14:06
18.11.2022
Die Regierung in Wien kündigt eine Übergewinnsteuer für dieses und nächstes Jahr für österreichische Öl- und Gasunternehmen an. Demnach müssen diese ihre durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Zusatzgewinne mit bis zu 40 Prozent versteuern.  Ein Vorhaben in ähnlicher Form ist auch schon in anderen EU-Ländern geplant oder beschlossen.
Außerdem werden Erlöse von österreichischen Stromerzeugern ab bestimmten Grenzwerten vom Staat abgeschöpft. Die im Zuge des Krieges gestiegenen Gas- und Strompreise ließen bei den Unternehmen "die Kassen klingeln", sagt der grüne Vizekanzler Werner Kogler. "Es ist eigentlich eine Kriegsdividende", sagt er über diese sogenannten Zufallsgewinne. Deshalb müsse nun Gerechtigkeit gegenüber den Verbrauchern hergestellt werden.