Letztes Update:
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Österreichs Vizekanzler Werner Kogler. Foto: Johann Groder/APA/dpa

13:26
18.11.2022
Frankreichs Stromnetzbetreiber RTE sieht eine gesteigerte Gefahr von Versorgungsengpässen im bevorstehenden Winter, weil sich die Wartung etlicher Atomkraftwerke in die Länge zieht. Die Menge an verfügbarem Atomstrom werde ab Mitte Dezember bis Mitte Februar deutlich unter der Prognose liegen und zu einem erhöhten Risiko von Engpässen führen, teilt der Netzbetreiber in Paris mit. Einerseits hatten Streiks von Kraftwerkpersonal zu Verzögerungen geführt. Außerdem hatte der Energiekonzern EDF Anfang November mitgeteilt, dass vier Kraftwerke zur Kontrolle und Reparatur von Korrosionsproblemen länger vom Netz bleiben als vorgesehen.

12:41
18.11.2022
Die deutschen Gasspeicherbetreiber sind mit Blick auf die Versorgungslage im Winter zuversichtlich. "Treten keine extremen Temperaturen auf, kommt Deutschland gut durch den Winter 2022/23", teilt der Verband Initiative Energien Speichern (Ines) mit. Gasmangellagen seien sehr unwahrscheinlich, könnten aber nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Der Einschätzung liegt ein nun veröffentlichtes Jahresszenario des Verbandes zugrunde, das unter anderem die als "normal" bewerteten Temperaturen des Jahres 2016 annimmt. Betrachtet wurden in zwei weiteren Szenarien auch die Entwicklung bei besonders warmen und kalten Temperaturen im Jahresverlauf. In einem besonders kalten Jahr, wie es 2010 auftrat, läge der Füllstand der Speicher Ende Januar fast bei null. Im Februar würden die Speicher vollständig entleert. Für Februar und März nimmt dieses Szenario dann einen Gasmangel an.

Foto: Marcus Brandt/dpa