Letztes Update:
20230307122037

11:35
07.03.2023
Ein Moskauer Gericht hat einen Anti-Kriegs-Aktivisten zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt, wegen der angeblichen Verbreitung von Falschnachrichten über Russlands Armee in der Ukraine. Der 23-jährige Wissenschaftler Dmitri Iwanow hatte in seinem Kanal im Nachrichtendienst Telegram an der russischen Invasion offen Kritik geübt. Das Gericht verurteilt ihn in dem als politisch motiviert kritisierten Verfahren.
Iwanow warf der russischen Armee auch Kriegsverbrechen etwa in Butscha nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew vor. Dort waren Hunderte Leichen gefunden worden, einige mit gefesselten Händen auf dem Rücken. Russland bestreitet ungeachtet Tausender dokumentierter Gewalttaten, Kriegsverbrechen in Butscha oder an anderen Orten begangen zu haben. Wer in Russland den von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Krieg als Verbrechen kritisiert und dem Ruf der russischen Armee schadet, riskiert lange Haft in Straflagern.

10:54
07.03.2023
Das Streitthema Ukraine-Krieg hat den Deutschen Presserat weit weniger beschäftigt als zuvor die Corona-Krise. Im Jahr 2022 zählte der Rat insgesamt 1733 Einzelbeschwerden. Das sind deutlich weniger als im Jahr davor, als sich 2556 Leserinnen und Leser an den Presserat gewandt hatten. 
"Beim Presserat gingen relativ wenige Beschwerden zu Artikeln über Putins Atom-Drohungen oder deutsche Waffenlieferungen ein. Und die meisten davon haben wir als unbegründet zurückgewiesen, weil die Redaktionen sauber gearbeitet hatten." 78 Eingaben und damit nur gut 4 Prozent des Beschwerdeaufkommens gingen zum beherrschenden Nachrichtenthema ein.

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