Die mögliche Wiederzulassung russischer Sportler bei internationalen Wettkämpfen trifft in den baltischen Staaten weiter auf Unverständnis und Widerstand. In Litauen kündigte die für Sport zuständige Bildungsministerin Jurgita Siugzdiniene an, einen gemeinsamen Appell der baltischen Staaten an das Internationale Olympische Komitee (IOC) initiieren zu wollen. Dazu werde sie sich am Donnerstag mit ihren Kollegen aus Estland und Lettland austauschen, teilte sie einem Rundfunkbericht zufolge mit.
"Die Überlegungen des IOC sind auf schlechte Weise überraschend, sie sind nicht nachvollziehbar", sagte Siugzdiniene. Die Bemühungen, russische und belarussische Athleten unter dem Deckmantel der Neutralität zum Wettbewerb zurückzubringen, helfe der Propaganda in Russland und Belarus dabei, ihre "kriminellen Regime" zu stützen.