UPDATE | Deutsche Politiker sind nach der Festnahme eines Mitarbeiters des Bundesnachrichtendienstes (BND) im Zusammenhang mit Russland in großer Sorge. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann Landesverrat vor: Er wird verdächtigt, geheime Informationen an Moskau weitergegeben zu haben. "Putin und die russischen Geheimdienste schrecken nicht vor Gewalttaten in Deutschland zurück", sagt CDU-Verteidigungsexperte Henning Otte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: Die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, sagt im Bayerischen Rundfunk: "Das ist ein Weckruf an alle, dass Russland keine Ausnahme macht, auch bei uns zu spionieren, um unser System, die Bundesrepublik, zu destabilisieren."
Bundeswirtschaftsminister Habeck nennt den Fall auf Anfrage von RTL/ntv "besonders bedenklich", gerade, weil es um den BND gehe. Dass es in Deutschland russische Spionage gebe, sei zugleich "bekannt und auch wenig verwunderlich", sagt der Linken-Bundestagsabgeordnete André Hahn der Rheinischen Post. Aber: "Wenn nun selbst in den Reihen des Bundesnachrichtendienstes ein Mitarbeiter für Russland spioniert haben soll, dann wäre das eine völlig neue und erschreckende Qualität."