Nach dem Debakel um den kürzlichen Serienausfall des in Deutschland entwickelten Schützenpanzers Puma, der weiter gravierende Mängel aufweist, möchte Bundesverteidigungsministerin Christina Lambrecht keine deutschen Sonderlösungen. "Ich möchte Lösungen, die für die Bundeswehr die richtigen sind", sagt sie der Welt am Sonntag. Sie sei davon überzeugt, dass die Zukunft der deutschen Rüstung in gemeinsamen Projekten liege und nicht in rein nationalen Entwicklungen. Deshalb wolle man etwa auch das Kampfflugzeug der nächsten Generation auf europäischer Ebene entwickeln.
Für einen Ersatz für die in die Ukraine geschickten Panzerhaubitzen 2000 sei man im Gespräch mit der Industrie. "Dass wir einen Ersatz brauchen, ist klar." Es gebe die Frage, ob man genau diese Systeme wieder kaufen wolle oder es nicht bessere gäbe. Sollten Weiterentwicklungen dazu führen, dass alles immer anfälliger werde, dann setze sie eher auf Bewährtes, so Lambrecht.