BKA-Präsident Holger Münch warnt vor einer Zunahme von Cyberkriminalität infolge des Kriegs in der Ukraine. "Dieser Krieg wird auch im digitalen Raum geführt", so Münch auf der Herbsttagung des Bundeskriminalamtes (BKA). Die Grenzen zwischen kriminellen und möglicherweise staatlich gesteuerten Cybergruppierungen verschwämmen. Dabei bestehe das Risiko, dass sich die Cyberangriffe auch auf Staaten auswirkten, die keine Kriegspartei sind.
Die Folgen des Kriegs für den Bereich Cyberkriminalität ließen sich aktuell noch nicht abschließend bewerten, erklärt der BKA-Präsident. Es stehe aber bereits fest: "Der Krieg hat das Potenzial, nach der Corona-Pandemie als weiterer Katalysator für Cybercrime zu dienen."