Zum Volkstrauertag hat der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, an das Leid der Menschen in der Ukraine erinnert. Selten sei die Botschaft des Volkstrauertages von so bedrängender Gegenwärtigkeit gewesen wie dieses Jahr, sagt Harbarth bei einer Gedenkveranstaltung in Stuttgart laut Redemanuskript. Mitten in Europa herrsche nun ein völkerrechtswidriger Krieg, der an den Grundfesten der europäischen Friedensordnung rüttle.
Tausende Menschen hätten ihr Leben verloren, Millionen seien auf der Flucht, sagte er weiter. Die russische Regierung habe den Menschen in der Ukraine das Recht auf ein Leben in Freiheit und Demokratie abgesprochen. Der Angriff auf die Ukraine sei ein Angriff auf die freie Welt. Das Bekenntnis zu Freiheit und Demokratie besitze aber eine Strahlkraft, die auf Dauer jeder Gewaltherrschaft überlegen sei.