Das für den Friedensnobelpreis zuständige
Nobelkomitee hält oppositionelle Stimmen und eine
starke Zivilgesellschaft für entscheidende Werkzeuge im Kampf gegen Kriege und Konflikte. Man wolle mit der diesjährigen Auszeichnung die enorme Bedeutung unterstreichen, die der Zivilgesellschaft und der Opposition in jeder Gesellschaft - demokratischen wie autokratischen - zukomme, sagte die Vorsitzende des norwegischen Nobelkomitees, Berit Reiss-Andersen, der
Deutschen Presse-Agentur. Einzelpersonen und Organisationen könnten eine außerordentliche Rolle in politischen Angelegenheiten und in der Ablehnung von Krieg spielen.
Die diesjährige
Preisvergabe ist demnach auch als
Botschaft an Autokraten zu verstehen. "Es ist auch eine Botschaft, dass der Krieg enden muss", sagte Reiss-Andersen. Das Komitee gehe in der gegenwärtigen Situation auf die
Zivilgesellschaft ein, weil es der Ansicht sei, dass sie
das effektivste Mittel gegen Autoritarismus und gegen Krieg sei. Eine starke Gesellschaft verhindere diese Art von Entwicklungen, sagte die Norwegerin. "Man kann zukünftige Gräueltaten verhindern."