Letztes Update:
20220927193012

18:47
27.09.2022
Die Gaslecks in den Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 sind nach Angaben der dänischen Regierung nicht auf einen Unfall zurückzuführen. Die Behörden seien zu der eindeutigen Bewertung gekommen, dass es sich um absichtliche Taten handle und nicht um ein Unglück, sagt Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Abend vor Reportern in Kopenhagen. Innerhalb kurzer Zeit seien mehrere Explosionen beobachtet worden. Es gebe noch keine Informationen dazu, wer dahinterstecke.
Zu den Vorfällen sei es in internationalen Gewässern in den Ausschließlichen Wirtschaftszonen Dänemarks und Schwedens vor der Ostsee-Insel Bornholm gekommen, sagte Frederiksen. Es handle sich nicht um einen Angriff auf Dänemark, sagte sie auf eine Frage, ob es sich um eine gegen ihr Land verübte Kriegshandlung handle.

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18:35
27.09.2022
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat sich nach den Lecks an den Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 zurückhaltend zur Ursache geäußert. Eine Spekulation darüber verbiete sich so lange, wie die Aufklärung nicht erfolgt sei, sagt der Grünen-Politiker in Berlin. Die Bundesregierung stehe wegen der "Vorkommnisse" in engstem Austausch vor allem mit den dänischen Behörden. Die Sicherheitsbehörden hätten ihre Arbeit aufgenommen. 
Am Montag war in den Leitungen von Russland nach Deutschland ein plötzlicher Druckabfall beobachtet worden. Am Dienstag teilte die dänische Energiebehörde mit, es gebe insgesamt drei Gaslecks nahe der Insel Bornholm - zwei Lecks an Nord Stream 1 nordöstlich der Ostsee-Insel sowie eines an Nord Stream 2 südöstlich der Insel. Ein Sabotageakt wird nicht ausgeschlossen.

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