Der SPD-Außenpolitiker Michael Roth bezeichnet die vorzeitige Abreise des russischen Außenministers Sergej Lawrow vom G20-Treffen auf Bali als Respektlosigkeit. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags warb am Freitag im ARD-"Morgenmagazin" zugleich dafür, auch dann am Gipfel der Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten im November teilzunehmen, falls Russlands Präsident Wladimir Putin dabei ist.
Da Gastgeber Indonesien offenkundig daran festhalte, Putin einzuladen, "fände ich es problematisch (...), das G20-Format zu sprengen", sagt Roth. "Und ich finde, wir sollten dort ein deutliches Signal setzen: Wir sind gesprächsbereit. Denn noch einmal: Russland hat die Türen zum Dialog zugeschlagen, nicht der Westen, nicht wir. Und wir müssen auch Bündnisse schmieden über den klassischen, traditionellen Westen hinaus."