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12:17
08.06.2022
Die Industriestaaten-Organisation OECD korrigiert ihre Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft wegen des Krieges in der Ukraine deutlich nach unten. Statt mit bislang 4,5 Prozent wird nun im laufenden Jahr nur noch mit einem Wachstum von 3 Prozent gerechnet, teilt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris mit. Für das kommende Jahr wird ein Wachstum von 2,8 Prozent statt wie bislang prognostiziert von 3,2 Prozent erwartet.
Die Inflation werde zudem in Folge des Krieges höher ausfallen und länger andauern, als bislang angenommen, sagt OECD-Generalsekretär Mathias Cormann. Für Deutschland sagt die OECD für 2022 ein Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent und für 2023 von 1,7 Prozent voraus. Der Krieg und das Ölembargo gegen Russland beeinträchtigen die Erholung.

11:59
08.06.2022
Die Bundesregierung will die Vorsorge für den Fall einer Gasknappheit bei einem Stopp russischer Lieferungen erhöhen. Dazu soll eine bis zum 31. März 2024 befristete "Gasersatz-Reserve" aus stillgelegten Kohlekraftwerken eingerichtet werden. Das Kabinett stimmte entsprechenden Plänen zu, wie das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium mitteilt. 
Kohle- oder Ölkraftwerke sollen demnach im Falle einer Gasmangellage kurzfristig und auf Abruf in den Markt zurückkehren können - um den Gasverbrauch in der Stromerzeugung deutlich verringern zu können.

11:37
08.06.2022
Der von der russischen Justiz zur Fahndung ausgeschriebene Schriftsteller Dmitry Glukhovsky erwartet kein rasches Ende des Krieges. "Der Krieg wird noch lange weiter gehen", sagt er der dpa. "Ein Ende kann man nur erwarten im Fall eines Machtwechsels oder wenigstens durch den Wechsel des Präsidenten", sagt der 42-Jährige, der aktuell nicht in Russland ist, weil ihm dort ein Gerichtsverfahren und viele Jahre Straflager drohen. Glukhovsky soll nach Meinung der russischen Justiz dem Ansehen der russischen Armee geschadet haben.
"Der Krieg wurde von ihm (Putin) persönlich losgetreten", sagt Glukhovsky. "Die gesellschaftliche Unterstützung hat sich nur mit Schwierigkeiten entfaltet, als der Krieg begann. Und wie es im Fall von anderen auf eine Person zugeschnittenen Regimes und Diktaturen ist, lässt sich erst nach dem Tod des Anführers mit radikalen Veränderungen rechnen auch in der Außenpolitik und im militärischen Vorgehen."

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