Vor dem Hintergrund des russischen Gas-Lieferstopps gegen Gazprom Germania haben sich Energiemarktexperten für eine
Verstaatlichung der Firma und seiner Tochterunternehmen wie etwa Wingas ausgesprochen. "Eine Enteignung wäre das Mittel der Wahl, damit etwa die Handelspartner von Wingas weiter die Sicherheit haben, bedient zu werden", sagt Fabian Huneke vom Beratungsunternehmen Energy Brainpool in Berlin.
Nach der Einstellung der Gas-Lieferungen bestehe bei den Handelsunternehmen der Gazprom Germania eine starke Insolvenzgefährdung.
Nötig seien daher staatliche Garantien. "Dadurch wird verhindert, dass viele andere Unternehmen durch einen Dominoeffekt ebenfalls in Schwierigkeiten geraten." Eine Verstaatlichung ist aus Hunekes Sicht "die beste Methode, mehr Sicherheit in den Markt reinzubekommen".
Wingas beliefert unter anderem Stadtwerke.