Mehrere große Umwelt- und Naturschutzverbände haben das geplante Gesetz zum schnellen Ausbau von Terminals für Flüssiggas (LNG) kritisiert. Das Gesetz in seiner geplanten Form sorge für eine Überversorgung mit Erdgas und gefährde die Einhaltung des Klimaschutzgesetzes, heißt es in einem offenen Brief der Verbände an die Bundestagsabgeordneten der Regierungskoalition aus SPD, Grünen und FDP, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Das LNG-Beschleunigungsgesetz soll den Bau schwimmender und fester Terminals für Flüssiggas beschleunigen. Seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine versucht die Bundesregierung verstärkt, unabhängiger zu werden vom Gaslieferanten Russland. Eine Alternative ist LNG, für das in Deutschland bisher aber die nötige Infrastruktur fehlt. Um das zu ändern, sollen Genehmigungsbehörden mit dem neuen Gesetz vorübergehend bestimmte Verfahrensschritte auslassen können. Später sollen die Anlagen dann mit klimaneutralem Wasserstoff betrieben werden.