Der britische Premierminister Boris Johnson räumt
Schwächen bei der Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine ein. "Hätten wir schneller handeln können? Ja, vermutlich hätten wir das", antwortet Johnson in einem Interview des Senders ITV auf die Frage nach Großbritanniens Aufnahme von Schutzsuchenden aus der Ukraine. Bislang habe sein Land 86.000 Visa ausgestellt und
27.000 Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen.
Johnson betont, sein Land habe bereits "sehr viel getan für ukrainische Frauen und Kinder". Verglichen mit Ländern wie Polen, aber auch Deutschland, wo die Flüchtlinge aus der Ukraine keine Visa brauchen, sind die
britischen Zahlen jedoch sehr niedrig. Johnson betont jedoch, die Visa seien wichtig, um "
das System" vor jenen zu schützen, die es missbrauchen wollten.