In der ukrainischen Stadt Saporischschja werden innerhalb der nächsten Stunden Busse mit aus Mariupol geretteten Menschen erwartet. Die ukrainischen Gesundheitsbehörden sowie freiwillige Helferinnen und Helfer, Ärzte ohne Grenzen und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seien für alle medizinischen Notfälle gewappnet, sagt die WHO-Koordinatorin vor Ort, Dorit Nitzan, per Video zu Reportern in Genf.
Wie viele Menschen kämen und in welchem Zustand sie seien, sei nicht klar, sagt Nitzan. In den vergangenen Tagen seien Menschen vor allem aus der Umgebung von Maiupol in Saporischschja eingetroffen. Sie seien in relativ guter Verfassung gewesen. In den Gesundheitsstationen seien überwiegend leichtere Probleme wie Blasen und Kopfschmerzen behandelt worden. Aber die psychische Verfassung der Menschen sei schwierig. "Viele haben geweint", sagt Nitzan. Die Hilfsbereitschaft der Einwohner von Saporischschja sei enorm. Viele stünden bereit, um Menschen aufzunehmen, und viele seien als Freiwillige in den eingerichteten Empfangszentren aktiv, sagt Nitzan.