Letztes Update:
20220429150341

15:02
29.04.2022
Russland wird zu seiner traditionellen Militärparade am 9. Mai nach Kremlangaben keine ausländischen Staatschefs einladen. Die Parade soll anlässlich des 77. Jahrestages über den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg abgehalten werden. "Die Sache ist die, dass es kein Jubiläum ist diesmal", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Agenturen zufolge.
In der Vergangenheit hatte es schon Jahre ohne Einladungen gegeben, aber auch solche, in denen Staatschefs auch bei Nicht-Jubiläen anwesend waren. An der Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau nehmen rund 11.000 Soldaten teil.

14:37
29.04.2022
Aufgrund des Kriegs kommen derzeit wichtige Radscheiben für Fahrzeuge der Deutschen Bahn nicht an - auf einigen Strecken ist der Konzern deshalb mit kürzeren Zügen unterwegs. Zugfahrten fallen aufgrund der Engpässe aber keine aus, betont ein Bahnsprecher auf Anfrage. Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet. 
Demnach ist eine Fabrik des Herstellers Interpipe in der Ukraine aufgrund des Krieges derzeit geschlossen. Es gebe aber für die wichtigen Bauteile bereits einen alternativen Lieferanten, der noch in diesem Monat die Produktion der Räder aufnehmen solle. Laut Bahnsprecher sollen die vereinzelten kürzeren Züge auf Strecken mit ohnehin geringer Auslastung fahren. 

14:25
29.04.2022
Im Gebiet rund um Kiew ist die Zahl der Toten nach dem Abzug russischer Truppen vor knapp zwei Monaten offiziellen Angaben zufolge auf fast 1200 gestiegen. "Zum heutigen Tag sind bereits 1187 unserer Mitbürger (gefunden worden), unserer friedlichen Bürger, die durch die Hände der russischen Armee umkamen", sagt der Polizeichef des Kiewer Gebiets, Andrij Njebytow, im ukrainischen Fernsehen. Am Vortag seien 26 weitere Leichen gefunden worden. Rund 200 Menschen gelten demnach noch als vermisst.
Russland hatte Ende Februar die Ukraine angegriffen und Gebiete nördlich der Hauptstadt Kiew mehr als einen Monat lang besetzt. Nach dem Abzug wurden Hunderte getötete Zivilisten gefunden, viele von ihnen in der Kleinstadt Butscha. Die Bilder sorgten weltweit für Entsetzen. Moskau wies jegliche Schuld von sich und sprach von einer "Inszenierung" durch die ukrainische Seite - ohne für diesen Vorwurf allerdings haltbare Beweise vorzulegen. 

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