Polen und Tschechien wollen gemeinsam zusätzliche EU-Gelder für die Versorgung der Ukraine-Flüchtlinge in ihren Ländern einfordern. Darauf haben sich der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und sein tschechischer Kollege Petr Fiala geeinigt. Es müsse sich um ganz neue Mittel handeln - und nicht um Gelder, die von einer Schublade in eine andere verschoben werden, betont Morawiecki.
Seit Beginn der russischen Invasion Ende Februar haben nach offiziellen Angaben mehr als drei Millionen Ukrainer die Grenze zu Polen überschritten. In Tschechien haben mehr als 316.000 Kriegsflüchtlinge Zuflucht gefunden und eine Aufenthaltserlaubnis erhalten. Dennoch sei man weiter gegen einen dauerhaften Umverteilungsmechanismus für Schutzsuchende innerhalb der EU, betont Fiala: "Wir ändern unseren Standpunkt nicht."