Letztes Update:
20220415101505

09:24
15.04.2022
Nach seiner Rückkehr aus der Ukraine prangert Lettlands Staatspräsident Egils Levits das Vorgehen der russischen Truppen dort an. Nach allem, was er mit eigenen Augen gesehen habe, seien aus seiner Sicht alle Anzeichen von Völkermord gegeben. "Ich würde es Völkermord nennen", so Levits in Riga. Rechtlich könne das von einem der internationalen Gerichte festgestellt werden, sagt der frühere Richter am Europäischen Gerichtshof.
Levits war in dieser Woche zusammen mit seinen Amtskollegen aus Polen, Estland und Lettland per Zug in die ukrainische Hauptstadt Kiew gereist. Der Anblick der von Luftangriffen und Raketen zerstörten Orte sei "sehr emotional" und nur schwer zu ertragen gewesen, so Levits. "Dort war zu sehen, dass russische Truppen mit besonderer Grausamkeit vorgingen, um so viele Zivilisten wie möglich zu töten."

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08:51
15.04.2022
Die Ukraine kündigt neun Fluchtkorridore im Osten des Landes an. In den Gebieten Donezk und Saporischschja seien mit den russischen Truppen Routen von Mariupol, Berdjansk, Tokmak und Enerhodar nach Saporischschja vereinbart worden, teilt Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk via Telegram mit. Dazu gebe es Absprachen für Fluchtrouten im Luhansker Gebiet. Zivilisten aus Sjewjerodonezk, Lyssytschansk, Popasna, Hirske und Rubischne können bei eingehaltener Waffenruhe nach Bachmut im benachbarten Donezker Gebiet gelangen. 

Zu den Transportmitteln macht Wereschtschuk keine Angaben. Die ukrainische Eisenbahn hat einen Evakuierungszug aus Pokrowsk im Donezker Gebiet nach Tschop an der ungarischen Grenze angekündigt.

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