Frauenrechtlerin Alice Schwarzer verteidigt die Russland-Politik der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel und des heutigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. "Was soll die rückwirkende Schelte für Steinmeier und Merkel?", fragt Schwarzer in einem Kommentar auf der Website ihres Magazins Emma. "Während der Amtszeit des Ex-Außenministers und der Ex-Kanzlerin gab es keinen Krieg, sondern Frieden." Mit dem Aushandeln des Minsker Abkommens von 2014 habe Merkel "vielleicht einen Weltkrieg verhindert", so Schwarzer.
Schwarzer ruft zu sofortigen Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf. Eine Dämonisierung des Anführers der zweitstärksten Atommacht sei wenig hilfreich. "Wir haben 2003 ja auch weiter mit dem amerikanischen Präsidenten gesprochen, obwohl die angeblichen Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein von Anbeginn an eine durchsichtige Lüge waren, der Irakkrieg genauso verbrecherisch wie der Ukrainekrieg und die zivilen Opfer nicht weniger", schreibt Schwarzer.