Letztes Update:
20220415074944

07:49
15.04.2022
Der Militärbischof der Bundeswehr, Franz-Josef Overbeck, betont das Recht der Ukraine auf Selbstverteidigung. "Die Ukrainer wollten und wollen keinen Krieg, sondern sehnen sich nach dem Frieden, der ihnen genommen worden ist", sagt der Ruhrbischof in einem vorab verbreitetem Redetext. Wenn alle Möglichkeiten einer friedlichen Regelung erschöpft seien, könne einer Regierung "das Recht auf sittlich erlaubte Verteidigung nicht abgesprochen werden", so Overbeck.
Dabei müsse der kämpfende Soldat immer das Ziel haben, Frieden stiften zu wollen - so paradox das auch klinge. "Oberstes Ziel muss es immer sein, Frieden zu stiften und den Krieg zu beenden - mit möglichst wenig Waffengewalt." Scharfe Worte findet Overbeck für den russischen Präsidenten Wladimir Putin, dessen Regierung er als "Diktatur" bezeichnet und dessen Worte sich als "Lügensprache" erwiesen hätten.

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06:25
15.04.2022
Das russische Parlament wird den Gesetzentwurf zur möglichen Verstaatlichung ausländischer Unternehmen erst im Mai beraten. Es sei nicht geplant, das Gesetz im Eilverfahren durchzupeitschen, berichtet die Tageszeitung Wedomosti unter Berufung auf Regierungskreise. 
Die Initiative betrifft Unternehmen, die im Zuge des von Russland begonnenen Kriegs in der Ukraine und darauf folgenden westlichen Sanktionen ihre Tätigkeit in Russland eingestellt hatten. Aus der russische Führung hatte es daraufhin Drohungen gegeben, westliche Konzerne zu enteignen, die nicht bald wieder ihren Betrieb aufnehmen - teilweise wurde der 1. Mai als Stichtag für die Wiederaufnahme der Tätigkeit genannt.

05:22
15.04.2022
Russische Einheiten versuchen ukrainischen Angaben zufolge derzeit vorrangig, die Städte Popasna und Rubischne im Gebiet Luhansk im Osten der Ukraine einzunehmen. Sie seien dabei aber nicht erfolgreich, heißt es im Morgenbericht zur militärischen Lage des ukrainischen Generalstabs. Kiew erwartet in den nächsten Tagen eine Großoffensive russischer Einheiten im Osten des Landes.

Binnen 24 Stunden habe man in den Gebieten Luhansk und Donezk an acht Stellen Angriffe abgewehrt und dabei mehrere russische Panzer und ein Artilleriesystem zerstört, heißt es in dem Generalstabsbericht weiter. Die Ukraine hat dort besonders starke Truppen, die seit 2014 die Front gegen die von Moskau gelenkten und ausgerüsteten Separatistenrepubliken Donezk und Luhansk halten.
Gleichzeitig ist Moskau seit mehreren Tagen dabei, seine Truppen in dem Gebiet aufzustocken. Der ukrainische Generalstab hat mitgeteilt, dass Elemente russischer Truppen, die zuvor bei der nordukrainischen Stadt Tschernihiw im Einsatz gewesen seien, nun rund um die Großstadt Sjewjerodonezk stationiert seien, an die Rubischne grenzt.

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