Der Militärbischof der Bundeswehr, Franz-Josef Overbeck, betont das Recht der Ukraine auf Selbstverteidigung. "Die Ukrainer wollten und wollen keinen Krieg, sondern sehnen sich nach dem Frieden, der ihnen genommen worden ist", sagt der Ruhrbischof in einem vorab verbreitetem Redetext. Wenn alle Möglichkeiten einer friedlichen Regelung erschöpft seien, könne einer Regierung "das Recht auf sittlich erlaubte Verteidigung nicht abgesprochen werden", so Overbeck.
Dabei müsse der kämpfende Soldat immer das Ziel haben, Frieden stiften zu wollen - so paradox das auch klinge. "Oberstes Ziel muss es immer sein, Frieden zu stiften und den Krieg zu beenden - mit möglichst wenig Waffengewalt." Scharfe Worte findet Overbeck für den russischen Präsidenten Wladimir Putin, dessen Regierung er als "Diktatur" bezeichnet und dessen Worte sich als "Lügensprache" erwiesen hätten.