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22:11
29.03.2022
Für die besonders von den Auswirkungen des Ukraine-Krieges betroffenen Industriebranchen in Deutschland haben mehrere Gewerkschaften kurzfristige Hilfen des Bundes gefordert. Um Insolvenzen zu verhindern, brauche es schnelle Liquiditätshilfen, heißt es in einem Positionspapier, das die Industriegewerkschaften Bau, Metall sowie Bergbau, Chemie, Energie gemeinsam vorlegten. Darüber hinaus fordern sie die Möglichkeit von Kurzarbeit im Falle von Produktionsdrosselungen und eine befristete Senkung der Mehrwertsteuer auf Strom und Gas.
Der Industriestandort Deutschland sei insbesondere durch die steigenden Energiepreise in Folge des Krieges stark gefährdet. Die Folgen für energieintensive Branchen wie die Stahlindustrie müssten abgefedert werden.

21:47
29.03.2022
Der Schokoladenhersteller Ritter Sport liefert trotz des Ukraine-Krieges weiterhin Schokolade nach Russland. Das Unternehmen habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Ein Stopp der Lieferungen hätte zur Folge, dass die Produktion drastisch heruntergefahren müsste, "und damit auch ernsthafte Auswirkungen auf uns als unabhängiges mittelständisches Familienunternehmen". Letztlich wären auch die Kakaobauern davon betroffen.
Russland ist ein wichtiger Markt für den schwäbischen Schokoladenhersteller. Rund sieben Prozent macht das Geschäft nach Firmenangaben in Russland aus. Am Gesamtumsatz von Ritter Sport machten die Russland-Geschäfte etwa zehn Prozent aus. Weiter wie bisher könne es jedoch nicht gehen, sagte der Sprecher. So habe Ritter Sport bereits Anfang März die Entscheidung getroffen und umgesetzt, "nicht weiter in den russischen Markt zu investieren sowie Werbung dort zu stoppen".

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