Letztes Update:
20220329201307

20:11
29.03.2022
Inmitten schwerster Spannungen zwischen Russland und dem Westen angesichts des Ukraine-Kriegs hat ein russischer Kosmonaut das Kommando über die Internationale Raumstation ISS an einen US-Kollegen übergeben. Der bisherige Kommandant Anton Schkaplerow übergab das Amt  bei einer offiziellen Zeremonie an Bord der Raumstation an seinen US-Kollegen Thomas Marshburn, wie Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten. 
Für die Zeremonie hatte sich die gesamte Crew versammelt. Auch wenn die Menschen auf der Erde "Probleme" hätten, bleibe die ISS ein "Symbol der Kooperation", sagte Schkaplerow bei einer kurzen Ansprache. Marshburn bedankte sich. Es sei eine "Ehre und ein Privileg" für ihn, Kommandant der ISS zu werden. Danach gab es zahlreiche Umarmungen. 

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19:58
29.03.2022
Das US-Verteidigungsministerium sieht die russische Ankündigung, die Kampfhandlungen im Norden der Ukraine deutlich zu drosseln, als taktisches Manöver und warnt vor einer neuen Militäroffensive in anderen Landesteilen. Man dürfe sich trotz der russischen Erklärung "nichts vormachen", sagte der Sprecher des Pentagons, John Kirby. Es sei bislang nur zu beobachten, dass sich "eine sehr kleine Zahl" russischer Truppen nördlich von Kiew von der Hauptstadt wegbewege. "Wir sind nicht bereit, die russische Begründung zu glauben, dass es ein Abzug ist", sagte er.
Es sei möglich, dass die Soldaten dort nur abgezogen würden, um in einem anderen Teil der Ukraine, etwa der umkämpften östlichen Donbass-Region, eingesetzt zu werden. "Wir glauben, dass es sich um eine Repositionierung handelt, nicht um einen Abzug, und dass wir alle vorbereitet sein sollten, eine größere Offensive gegen andere Teile der Ukraine zu erwarten", sagte Kirby. Die russischen Streitkräfte seien mit ihrem Versuch, Kiew einzunehmen, "gescheitert" und befänden sich angesichts der Gegenangriffe der Ukrainer in defensiven Positionen. Russland könne Kiew aber weiter aus der Ferne mit Raketen beschießen, warnte Kirby. 

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